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Hexentanzfestival zieht an den Losheimer Stausee

Rockfans wie 2010 wird es nicht mehr in Bosen geben. Der Hexentanz, eine Erfindung aus Ottweiler, zieht nach Losheim.

Rockfans wie 2010 wird es nicht mehr in Bosen geben. Der Hexentanz, eine Erfindung aus Ottweiler, zieht nach Losheim.

Bosen/Ottweiler/Losheim. 21 Bands der härteren Töne hatten Ende April nach Veranstalterangaben an die 3000 Fans zum Bostalsee pilgern lassen. Drei Tage ging dort das Hexentanzfestival mit Mittelaltermarkt über die Bühne. Ein Publikumsmagnet, der laut Frank Schulz Jahr für Jahr mehr Menschen in seinen Bann zog. Und ausgerechnet dieser Erfolg ist es, der nun das ganze Spektakel im St. Wendeler Land kippt, begründet der Organisator aus dem Ottweiler Stadtteil Mainzweiler. Der 35-Jährige: „Der Zeltplatz hat einfach nicht mehr ausgereicht.“

Hier sollen sich bis zu 2400 Besucher drei Tage am Stück niedergelassen haben, um das Festival von Anfang bis Ende zu begleiten. Schulz: „Die Zahl der Camper ist immer weiter gewachsen.“ Und auch künftig geht er von steigender Resonanz aus. Aber es sei der Seeverwaltung des Landkreises St. Wendel unmöglich gewesen, das Terrain auszuweiten. „Ein Naturschutzgebiet grenzt an den Zeltplatz. Und da gab es bereits Ärger“, wenn Leute sich dort entleeren. Kreis-Pressesprecherin Fatma Schlaup bestätigt: „Die Kapazitäten sind ausgeschöpft.“

Frank Schulz seien zwar Alternativen angeboten worden, zusätzliche Brachflächen im Umfeld des Bostalsees. „Doch die sind nicht erschlossen.“ Dies bedeutet: keine Duschen, keine Toiletten. Das hätte der Veranstalter zusätzlich auf die Beine stellen müssen, etwa mit mobilen Sanitärwagen. Was ihn dementsprechend teurer gekommen wäre und damit auch die Festivalbesucher. Doch Schulz führt noch ein weiteres Hindernis an: „Am Bostalsee habe ich immer nur einen Vertrag für ein Jahr erhalten. Das ließ keine längerfristige Planung zu.“ Schlaup Sechs Jahre lockte das Hexentanzfestival tausende Fans des Mittelalterrocks nach Bosen. Nun ist Schluss. Kommenden April ist das Ufer des Losheimer Stausees Austragungsort.

verteidigt diese Vorgehensweise mit Blick auf die stetig steigenden Besucherzahlen und den damit nun verbundenen räumlichen Engpässen rund um den See: „Hätten wir uns länger vertraglich gebunden, hätten wir auch das Problem mit den zu wenigen Zeltplätzen nicht lösen können.“

Ob die knappe Vertragslaufzeit mit dem Organisator eines recht geräuschintensiven Festivals zudem in Verbindung mit dem geplanten Ferienpark am See steht, der im Sommer 2013 eröffnen soll? Schlaup: „Damit hat das überhaupt nichts zu tun.“ Schließlich habe es das Festival bereits gegeben, bevor die Pläne eines Parks konkret wurden.

Sechs Jahre rockten in der Mittelalterszene bekannte Bands zum Hexentanz am Bostalsee. Und Schulz war, wie er beteuert, mit dem Standort zufrieden. Einen ersten Umzug hatte er bereits nach der Premiere 2006 hinter sich. Damals startete das Festival im Ottweiler Stadtzentrum, umrahmt von der mittelalterlichen Häusersilhouette.

Dem musikalischen Treiben standen allerdings Anwohnerbeschwerden entgegen, die laut Informationen aus dem dortigen Rathaus mit Klagen gegen die bis in die Abendstunden dauernden Konzerte drohten. Kurzentschlossen zog das bereits für Ottweiler terminierte Spektakel 2007 aus diesem Grund an den Bostalsee.

Ersatz mit Blasmusik Nun kommt das Aus an jener Stelle, was Schlaup für einen zu verschmerzenden Verlust hält. „Wir haben jedes Jahr etliche Zusatzveranstaltungen. Und planen für nächstes Jahr ein größeres Live-Konzert“, ohne konkreter zu werden. Außerdem sei eine Blasmusik-Veranstaltung unter dem Titel Brassmania (1. bis 4. August 2013) vorgesehen. Was allerdings eine ganz andere Zielgruppe ansprechen dürfte.

Hexentanz-Verantwortlicher Frank Schulz hingegen kündigt seinerseits an, mit Vertretern der Bostalsee-Verwaltung über mittelalterlichen Ersatz in kleinerem Rahmen verhandeln zu wollen.

Losheimer Stausee wird neue Heimat des H exentanzes

Termin steht: 26. bis 28. April 2013

Losheim. Die Verträge sind gemacht. Frank Schulz und sein Hexentanzfestival samt Mittelaltermarkt ziehen nach Losheim am See. Der anvisierte Termin: 26. bis 28. April kommendes Jahr. Der dortige Tourismus- Chef Achim Laub (59) bestätigt: „Wir haben einen Vertrag über drei Jahre abgeschlossen.“

Dieser verlängere sich automatisch um weitere drei, wenn er nicht gekündigt wird. Auf dem Zeltplatz sollen bis zu 4000 Camper Platz haben. Umliegende Rasenflächen, zurzeit nicht genutzt, könnten ohne weiteres einbezogen werden. Für Losheim sei dieses Festival eher ein kleineres. Laub: „Bei Bands wie den Ärzten und Toten Hosen hatten wir 20 000 Besucher. Wir haben Erfahrung mit solchen Veranstaltungen.“

Um den Austragungsort des nun wechselnden Mittelalter- Spektakels zwischen der bisherigen Heimat Bostalsee und Losheim habe es indes keinen Streit gegeben. Laub versichert: „Wir haben das Festival nicht abgeworben.“

Der Veranstalter sei auf die Losheimer Tourismusmanager zugekommen.

Daraufhin habe sich Laub bei seinen Kollegen am Bostalsee erkundigt, um eine Lösung zu finden. Aber am alten Platz sei dies wegen der erwartenten Besucherströme nicht möglich gewesen. hgn

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