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Hier darf längst nicht jeder parken

Sie kostet Zeit, Benzin und jede Menge Nerven – die Suche nach einem Parkplatz. Vor allem in der saarländischen Landeshauptstadt kann diese ganz schön beschwerlich sein. Wer dann auch noch einen möglichst günstigen Stellplatz finden will, muss besonders viel Geduld mitbringen.

Kein Wunder also, dass Autofahrer da schon mal auf die Idee kommen, ihr Fahrzeug einfach auf dem Ludwigsplatz, dem Schlossplatz oder dem Tblisser Platz abzustellen. Diese Flächen sind allerdings keine öffentlichen Parkplätze . Sein Auto dort hinzustellen, ist folglich verboten. Aber: Es gibt Ausnahmen. Nur für wen gelten die? Und wer entscheidet darüber? Die Saarbrücker Zeitung hat nachgefragt.

 

Parker auf dem Tblisser Platz müssen mit Strafe rechnen

Den Wagen vorm Saarländischen Staatstheater mitten in der Innenstadt abzustellen, ist verlockend – aber auch verboten. Denn die Fläche sei kein offizieller Parkplatz, erläutert Thomas Blug. Er ist Pressesprecher der Stadt Saarbrücken und erklärt, warum dort dennoch immer wieder Fahrzeuge stehen. „Der Platz vorm Saarländischen Staatstheater gehört zwar der Stadt, aber wir haben einen Vertrag mit dem Theater abgeschlossen“, sagt er. Darin stelle die Stadt dem Saarländischen Staatstheater 30 Stellplätze im direkten Umfeld des Gebäudes zur Verfügung. Diese seien für Künstler und Bedienstete des Theaters gedacht. „Die Fläche, auf der Fahrzeuge abgestellt werden dürfen, ist allerdings beschränkt. Mitten auf dem Platz darf nicht geparkt werden“, berichtet Blug weiter.

Der Tblisser Platz grenzt an die Fläche vorm Staatstheater . Autos darauf abzustellen, sei gänzlich verboten. „Wenn große Veranstaltungen, wie beispielsweise das Saar-Spektakel stattfinden, montieren wir die Fahrradständer zwischen dem Tblisser Platz und der Alten Brücke ab“, erläutert Blug, „dann kommt es häufiger vor, dass Autofahrer dort parken.“ Personen, die diese Gelegenheit nutzen und ihren Wagen einfach auf dem Tblisser Platz abstellen, müssten allerdings mit Konsequenzen rechnen. Pressesprecher Thomas Blug betont: „Wenn sich jemand auf den Tblisser Platz stellt, ahnden wir das. Unter Umständen schleppen wir die Fahrzeuge auch ab.“

Wer auf Schlossplatz parken will, braucht eine Sondergenehmigung

In den 1960er- und 1970er-Jahren war es noch problemlos möglich, direkt vorm Saarbrücker Schloss zu parken. „Damals war der Schlossplatz ein offizieller Parkplatz“, erzählt Lars Weber, Pressesprecher des Regionalverbandes Saarbrücken (RGV). Seit den Renovierungsmaßnahmen in den 1980er-Jahren habe man allerdings entschieden, den Platz autofrei zu halten. „Damit das Schloss als Denkmal wirken kann“, erklärt Weber weiter. Doch auch hier bestätigen Ausnahmen die Regel. Wer eine Sondergenehmigung hat, darf sein Fahrzeug auf dem Schlossplatz abstellen.

Dieser ist in drei Flächen unterteilt: den Marktplatz, den Avant Cour und den Cour d'honneur. Auf dem Marktplatz – der Fläche rechts hinter der Zufahrt zum Schloss – dürfen Dienstleister parken, die für den RGV arbeiten. Dazu zählen laut Weber zum Beispiel Gärtner und Bauarbeiter. Anlieferer etwa für Getränke können bis auf den Cour d'honneur, die Fläche vorm Haupteingang, vorfahren. Auch politische Mandatsträger müssen sich, wenn sie beruflich im Schloss zu tun haben, keinen Stellplatz suchen. „Sie dürfen ihr Auto für die Dauer einer Sitzung ebenfalls auf dem Marktplatz abstellen“, erläutert Weber.

Veranstalter, die den Festsaal gepachtet haben, können den Platz vorm Schloss als Parkplatz dazumieten – komplett oder nur einzelne Flächen. „Eine Fläche kostet 228 Euro“, sagt Weber. Dazu kommen noch die Kosten für den Parkwächter, der die Zufahrt regelt.
 

Mitarbeiter der Kirche dürfen Auto auf dem Ludwigsplatz abstellen

Die Ludwigskirche steht selten allein auf dem Ludwigsplatz. Meist parken dort auch Autos. Aber wer darf seinen Wagen auf dem Platz abstellen? Darüber entscheiden die Kirchengemeinde Alt-Saarbrücken und der Kirchenkreis Saar-West. „An den Werktagen parken dort die Angestellten der Superintendentur des Kirchenkreises“, sagt Helmut Paulus, Sprecher des Diakonischen Werks. Andere Parkplätze stünden nicht zur Verfügung. „Die Stadt hat uns keine Anwohnerplaketten genehmigt“, berichtet Paulus. Die Kirche sei bemüht, andere Stellplätze zu finden.

Stadt-Sprecher Thomas Blug sagt dazu: „Der Ludwigsplatz ist kein öffentlicher Parkplatz. Daher gibt es auch keine Anwohnerparkplätze und keine Plakette für die Mitarbeiter.“
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