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Hier war Bello der Star: 25 000 besuchten Saarbrücker Rassehunde-Ausstellung

Fast 4000 Hunde gaben sich an den Pfingsttagen ein Stelldichein auf dem Saarbrücker Messegelände.

Fast 4000 Hunde gaben sich an den Pfingsttagen ein Stelldichein auf dem Saarbrücker Messegelände.

Saarbrücken. „Typisch deutsch“ sei so eine Rassehunde-Ausstellung wie diejenige an Pfingsten auf dem Saarbrücker Messegelände, befand Gerard Vonk aus Leerdam in den Niederlanden. Das war aber nicht abschätzig gemeint, sondern voller Begeisterung. Der selbstständige Malermeister war für zwei Tage 400 Kilometer ins Saarland gefahren, um seine prächtigen Bulldoggen-Damen eben diesem „typisch deutschen“ Hunde-Sachverständigenwesen zu präsentieren und dafür hoffentlich auch „typische“ Pokale und Urkunden einzuheimsen. Daheim gibt es so etwas in dieser Gründlichkeit und Vielfalt dem Vernehmen nach nicht. Die Reise wird Vonk in bester Erinnerung bleiben, denn die zweijährige Smasher Summer Seabright, Zola gerufen, holte Rang 1 in ihrer Liga und hat sich dem Vernehmen nach gefreut, mal etwas rumgekommen zu sein.

Wirtschaftsminister Hartmann: Ausstellung wertvoll für heimische Wirtschaft

Exakt 3917 Hunde aus 252 Rassen, von Akita über Dogo Canario und Tibet Terrier bis Xoloitzcuintle, wurden nach Zählung der Organisatorin Ursula Regitz vom Saar-Ableger des Verbandes für das deutsche Hundewesen (VDH) an Pfingsten vorgeführt. Daran mag man schon ermessen, welch riesiger organisatorischer Aufwand für solch eine Schau zu betreiben ist. Wirtschaftsminister Christoph Hartmann lobte denn auch bei der Eröffnung den Wert dieser Ausstellung für die heimische Wirtschaft. Nicht jeder Hund bekam die Note, die Herrchen und Frauchen für angemessen hielten. Wie beim Fußball, gibt es auch bei der Bewertung von Hunden mutmaßliche Ungerechtigkeiten durch Schiedsrichter. Sportliche Besitzer stecken derlei aber weg, indem sie ihren Tieren auch mal eine „schlechte Tagesform“ zugestehen.

Überquellende Warenangebote rund um den Hund

Für das Gros der 25 000 Besucher, von denen viele ihre eigenen Vierbeiner zur 25. internationalen Schau in Saarbrücken mitbrachten, war es wichtig, sich über die Eigenarten favorisierter Rassen informieren zu können. Die Halter und Züchter, denen die Tiere meist mehr als Hobby sind, nämlich Lebenseinstellung, gaben hier mit Freude Einblick. Dem Verband VDH ist es wichtig, dass die Menschen sich mit Hunden umgeben, die zu ihnen und ihren Wohn- und Lebensumständen passen. Die Messehallen 9 bis 13 quollen schier über von Warenangeboten rund um den Hund, von der Bio-Nahrung über Halstücher und beißfeste Kunstlederkörbchen bis zur Visitenkarte. Offenbar sparen die Menschen in der Krise an ihren Tieren zuletzt. Und das Schönste war, wie Nicole Visel aus Heilbronn auf den Punkt brachte, dass jeder Einzelne mit genau dem geliebten Hund heimging, mit dem er gekommen war, egal wie die Note ausfiel.

So sehr die teils tausende Kilometer angereisten Aussteller die Qualität der Veranstaltung und die Großzügigkeit des Messegeländes rühmten, so kritisierten sie die teils chaotischen Verkehrs- und Parkverhältnisse vor der Tür. Bei der Baustellenplanung in Saarbrücken hat wohl keiner an die armen Hunde gedacht, die viel zu lange in heißen Autos sitzen mussten.

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