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Hilfe: 13 Millionen Euro-Notruf der Saar-Polizei läuft noch nicht rund

Wer den Notruf der Polizei wählt, landet auch heute noch nicht in deren neuer Lagezentrale in Saarbrücken.

Wer den Notruf der Polizei wählt, landet auch heute noch nicht in deren neuer Lagezentrale in Saarbrücken.

Saarbrücken. Wer den Notruf der Polizei wählt, landet auch heute noch nicht in deren neuer Lagezentrale in Saarbrücken. Das Herzstück der 13 Millionen Euro teuren Anlage ist die Notrufannahme, und diese tut ihren Dienst weiterhin nicht, obwohl bereits im November 2009 Anrufe über die 110 aus dem ganzen Land zentral in der großen Schaltzentrale mit den zahlreichen Bildschirmen auflaufen sollten, wie das Innenministerium damals mitgeteilt hatte. Technische Schwierigkeiten mit Funk und Telefon verzögern aktuell den Betrieb, sagt die Polizei.

Übergabe der neue Anlage bereits im März

Noch im Januar verwies Polizeidirektor Paul Haben auf die Übergabe der Anlage durch das Unternehmen Swissphone im März (wir berichteten). Diese sei erfolgt und am 20. April sei eine Frist zur Begutachtung abgelaufen. Das System habe dann auch keine betriebsgefährdenden Fehler mehr geliefert, wie noch bei früheren Tests, erläuterte Udo Schneider, der Leiter der Führungs- und Lagezentrale. Allerdings hätten sich nun die technischen Probleme in der Kommunikation eingestellt, sagte Schneider. Georg Jungmann, Staatssekretär für Inneres, erklärte in diesem Zusammenhang im Einvernehmen mit Polizeichef Haben: „Sicherheit geht vor Schnelligkeit.“ Die Anlage soll deshalb erst dann ans Netz gehen, wenn keine Fehlermeldungen mehr aufliefen, betonte Haben.

 Beamten sind ausgelastet

Seit Ende des 2009 ist der Neubau auf dem Saarbrücker Polizeigelände mit voller Personalstärke besetzt. Die 63 Polizisten und zwölf Angestellten arbeiten bereits heute beispielsweise im Lagezentrum des Innenministeriums, das ebenfalls in der Lagezentrale integriert ist. Wegen der Verzögerungen übernehmen sie nach Angaben von Polizeichef Haben zudem Aufgaben, die auf längere Sicht geplant gewesen waren. Schneider konkretisierte: So würden beispielsweise die Pläne von 1400 Objekten wie Banken, Bahnübergänge, Krankenhäuser oder Telefonzellen digitalisiert und in das System eingepflegt. Haben bekräftigte ausdrücklich, dass die Beamten ausgelastet seien.

Der saarländische Polizeichef räumte jedoch ein, dass es bedauerlich sei, dass die Notrufe nach wie vor nicht bei der Lagezentrale auflaufen. Einen neuen Termin für den „Wirkbetrieb“ wollte er „nach den Erfahrungen“ nicht nennen. Geplant ist, dass St. Wendel und Neunkirchen als erste Bezirke aufgeschaltet werden. Saarbrücken mit dem höchsten Notrufaufkommen kommt zum Schluss. Fest steht ebenfalls, dass der Generalunternehmer Swissphone für die Verspätungen mit einer Vertragsstrafe geradestehen muss, so Staatssekretär Jungmann. Zur Höhe der Strafe äußerte er sich nicht.

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