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Hilfe für Ex-Schlecker- und Höll-Mitarbeiter

Saarländische Lyoner ist die Spezialität von Fleischwaren Höll (Symbolfoto).

Saarländische Lyoner ist die Spezialität von Fleischwaren Höll (Symbolfoto).

Saarbrücken. Eine Job-Börse im Saar-Wirtschaftsministerium sollte den ehemaligen Mitarbeitern der insolventen Drogeriemarktkette Schlecker sowie der saarländischen Firma Höll Mut machen und ihnen neue Wege in den saarländischen Arbeitsmarkt aufzeigen. Rund 100 Betroffene folgten gestern der Einladung des Wirtschaftsministeriums, das den Informationstag gemeinsam mit der Agentur für Arbeit und der Gewerkschaft Verdi organisierte. Verschiedene Bildungsträger, Unternehmen und Verbände mit den Schwerpunkten Einzelhandel und Gesundheitsfaktor stellten Job-Angebote sowie Fortbildungsmöglichkeiten vor.

Wirtschafts- und Finanzminister Peter Jacoby sah das Ministerium in der Pflicht durch diese Job-Börse als „Mittler“ zu agieren: „Wenn schon eine Beschäftigungsgesellschaft gescheitert ist, nehmen wir doch unsere Verantwortung und unsere Möglichkeiten offensiv wahr.“ Ulrich Käser, Geschäftsführer der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit, stimmte die 125 ehemaligen überwiegend weiblichen Schlecker- Mitarbeiter, die sich im Saarland arbeitslos gemeldet haben, positiv: „Der Arbeitsmarkt ist momentan aufnahmefähig, auch für diese Personengruppe, deshalb ist Optimismus das richtige Stichwort.“ Insbesondere im Lager- und Logistikbereich, aber auch im Einzelhandel sei Bedarf vorhanden.

Eine langfristige Perspektive sieht Käser auch im Alten- und Krankenpflegebereich. 82 ehemalige Höll-Mitarbeiter werden derzeit durch die Transfergesellschaft PPG aufgefangen. Rund 20 „Höllianer“ sind nach Angaben der Gewerkschaft NGG bereits in neue Arbeitsverhältnisse vermittelt worden, unter anderem bei Schröder. Auch die Firma Schwamm hatte Interesse an den Höll-Mitarbeitern bekundet, woraufhin sich 20 Bewerber meldeten. Laut NGG bekamen diese bisher aber keine Rückmeldung: „Jetzt müssen den Worten und den Vorstellungsgesprächen auch endlich Taten folgen“, so Mark Baumeister, Geschäftsführer von NGG Region Saar.

Erfolgreiche Vermittlungen

Auch bei den Schlecker-Frauen verzeichne man laut Käser schon einzelne Vermittlungserfolge: „Die dm-Gruppe und auch Globus hat bereits ehemalige Mitarbeiterinnen übernommen.“ Um die Betroffenen erfolgreich zu vermitteln, sei „eine gewisse Mobilität, räumlich aber auch fachlich“ gefragt. Was konkret bedeutet: Nicht jeder wird einen Arbeitsplatz direkt vor der Haustür finden und auch hinsichtlich des Beschäftigungssektors müssen die Arbeitssuchenden flexibel sein. Ilka Lauer aus Schwalbach ist eine der betroffenen Schlecker- Frauen. 16 Jahre lang hat sie in der Filiale in Bous gearbeitet, ab 2010 wurde sie in verschiedenen Filialen als Springerin eingesetzt. Sie schätzt ihre derzeitige Situation als „nicht einfach“ ein, doch versucht sie positiv in die Zukunft zu schauen: „Ich muss nicht mehr unbedingt in den Handel, ich lege mich da nicht fest. Man muss flexibel sein.“ bla
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