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Hinschberger will Ostermann für Parteivorsitz

Vor der Landespressekonferenz erklärte Hinschberger  am Mittag, er halte »Hartmut Ostermann für einen guten Kandidaten für den Parteivorsitz«.

Vor der Landespressekonferenz erklärte Hinschberger am Mittag, er halte »Hartmut Ostermann für einen guten Kandidaten für den Parteivorsitz«.

Saarbrücken. „Geschlossenheit und Ruhe“ war das, was sich die Saar-Liberalen vorgenommen hatten. Eigentlich. Noch-Parteichef und Wirtschaftsminister Christoph Hartmann gab kürzlich erst diese Losung aus, nachdem immer neue interne Streitereien die Partei in Atem hielten und so auch die Jamaika-Koalition belasteten. Alles gipfelte zuletzt in der Rücktrittsankündigung Hartmanns als Parteichef und von Horst Hinschberger  als Fraktionsvorsitzender.

„Natürliche Führungsstärke"

Zumindest bis zum außerordentlichen Parteitag Anfang Januar, wo ein neuer Vorsitzender gewählt wird (mutmaßlich am 8. Januar) sollte der Appell wirken. Gestern allerdings schob der Noch-FDP-Fraktionschef, stets für eine Überraschung gut, das Personalkarussell wieder an. Vor der Landespressekonferenz erklärte er am Mittag, er halte „Hartmut Ostermann für einen guten Kandidaten für den Parteivorsitz“. Neben dem FDP-Bundestagsabgeordneten Oliver Luksic und Gesundheitsminister Georg Weisweiler gäbe es zudem noch „eine Reihe von geeigneten Persönlichkeiten“, so Hinschberger – ohne freilich Namen nennen zu wollen. Der Unternehmer (Victor's Unternehmensgruppe) und Saarbrücker FDP-Kreischef Ostermann sei deshalb so geeignet, befand Hinschberger, weil er „natürliche Führungsstärke besitzt“. Zudem leite den Unternehmer kein politisches Karriereinteresse. Man brauche eine Person, die Ordnung schafft.

Hinschbergers Vorschlag verflüchtigte sich indes bereits am gestrigen Nachmittag. Auf Anfrage erklärte Ostermanns Unternehmenssprecher Peter Müller: „Hartmut Ostermann tritt definitiv nicht an. Es gibt auch keine Spekulation in diese Richtung.“ Schon Ostermanns Engagement in seinem Unternehmen lasse die Übernahme eines solchen Amtes schwer werden.

Neuer Spitze "überzeugendes Votum mitgeben"

Über die konkrete Kandidatenfrage hinaus definierte Hinschberger freilich auch seine Forderungen bezüglich des Parteitages. Für die FDP müsse es nun darum gehen, ihrer neuen Spitze ein überzeugendes Votum mitzugeben. „Über Zweidrittel der Stimmen“, forderte Hinschberger. Das sei nötig, um Geschlossenheit zu demonstrieren – auch mit Blick auf die Koalition mit CDU und Grünen, wo die FDP „mehr Duftmarken“ setzen müsse.

Aktuell sind es zwei Kandidaten, die mit diesem Wunschkatalog Hinschbergers konfrontiert sind, und zugleich repräsentieren sie die Senior- und die Juniorgeneration der Saar-FDP: Georg Weisweiler (64) und Oliver Luksic (31). Bei der aber offenbar nach wie vor ungestümen Diskussionsfreude der Saar-Liberalen wird man sicher erst beim Parteitag wissen, wer antritt und wer nicht.

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