L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Hirztaler Käse bald in deutschem Globus-Sortiment

Käse aus dem Saarland wird in Zukunft in ganz Deutschland zu erhalten sein.

Käse aus dem Saarland wird in Zukunft in ganz Deutschland zu erhalten sein.

Hirzweiler. Käse aus dem Saarland wird in Zukunft in ganz Deutschland zu erhalten sein. Die Supermarkt-Kette Globus hat beschlossen, den Käse der Dorf- und Schaukäserei Hirztaler bundesweit ins Programm aufzunehmen. Ab heute werde Hirztaler-Käse deutschlandweit in allen Globus-Filialen verkauft werden, bestätigte eine Sprecherin der Kette.

Damit kann die Käserei, die erst vor zwei Jahren an den Start gegangen ist, einen großen Erfolg verbuchen. Ursprünglich war der Hirztaler Käse als regionale Spezialität unter der Rubrik „Gutes von hier“ nur im Saarland erhältlich. Globus hat unter diesem Motto mehrere regionale Anbieter in das Programm aufgenommen. Der Verkauf des Hirztaler-Käses wurde dann aber auf immer mehr Globus- Märkte ausgedehnt.

Erst vor zwei Jahren hat die Dorf- und Schaukäserei Hirztaler den Betrieb in der früheren Dorfschule von Hirzweiler aufgenommen. Geschäftsführerin Petra Fries, die einen alten Bauernhof in Hirzweiler bewohnt und dort vom Aussterben bedrohte Nutztiere hält, hatte schon länger die Idee, eine Dorfkäserei zu gründen. Wichtig war ihr dabei, dass Handwerk eine vordringliche Rolle spielen soll. Die ersten größeren Schwierigkeiten zeigten sich schon vor dem Start. So gab es gewisse Anforderungen an die Qualität der Milch – die Kühe sollten beispielsweise im Sommer auf der Weide stehen. Doch die umliegenden Bauern bekamen von der Molkerei nicht die Genehmigung, Teillieferungen an die Käserei abzugeben. Jetzt beliefert ein Marpinger Bauer die Käserei, nachdem er seinen Vertrag mit der Molkerei gekündigt hat. Zusätzlich benötigte Mengen kommen von der Bliesgau-Molkerei. Auch ein Abnehmer für den Käse musste gefunden werden, denn der Verkauf über Hofladen und Märkte reicht nicht aus. Der Vertrag mit Globus, der einen Großteil der Produktion aufkauft, brachte die nötige Sicherheit.

Die erste große Krise kam ungeahnt nach einem Jahr: Im vergangenen Sommer kündigte Käser Martin Beier, der die Käserei von den ersten Reifetests im Gewölbekeller mit aufgebaut hatte. „Das war für uns sehr schwierig“, sagt Fries. „Auch weil wir die Produktion am Laufen halten mussten.“

Ein halbes Jahr lang hieß es: Improvisieren. Einerseits hielt Käserin Sylvia Fleck den Betrieb aufrecht. Andererseits schaltete Fries bundesweit Anzeigen, um einen neuen Käser zu finden. Sie hatte in doppeltem Sinne Glück: Ein pensionierter Käser aus Mecklenburg bot an, in der Notlage für einige Wochen auszuhelfen. Und bald fand sich mit Matthias Beck ein junger Käser, der nun seit Jahresbeginn die Produktion der Käserei verantwortet.

1000 Liter Milch verwandelt die Käserei täglich in 100 Kilogramm Käse. Und Fries denkt schon an eine Ausweitung der Produktion. Allerdings müsste sie dafür neue Räume finden, denn die Reiferäume im Keller der Schule geraten an ihre Kapazitätsgrenzen. Fries steht in Verhandlungen mit der Stadt Illingen, um Räume auf dem früheren Höll-Gelände zu nutzen. „Das würde unsere Lagerkapazität verfünffachen“, sagt sie. Dann wäre es auch möglich, Käse noch länger reifen zu lassen. Auch über neue Käsesorten denkt sie nach: Camembert sei derzeit im Probestadium, aber noch nicht perfekt.

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