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Hitzestau in Dudweiler Gesamtschule: Jetzt soll Abhilfe her

Rund 1200 Jungen und Mädchen besuchen die Gesamtschule Sulzbachtal
in Dudweiler. Viele von ihnen leiden in überhitzten Unterrichtsräumen: Die Sonne knallt erbarmungslos in die Klassensäle des Gesamtschul-
Neubaus.

Rund 1200 Jungen und Mädchen besuchen die Gesamtschule Sulzbachtal in Dudweiler. Viele von ihnen leiden in überhitzten Unterrichtsräumen: Die Sonne knallt erbarmungslos in die Klassensäle des Gesamtschul- Neubaus.

,,Dudweiler Gesamtschüler leiden unter der Hitze im Neubau.“ So lautete vor rund sieben Wochen die Überschrift zu einem Bericht, der die Qualen der Schüler und des Lehrpersonals zum Inhalt hatte (SZ vom 8. Mai). Damals wurden Beschwerden von Eltern laut. Sie beklagten, dass während des Unterrichts tropische Temperaturen herrschten. 32 Grad Celsius seien bereits im März gemessen worden. Betroffen ist der Neubau der Gesamtschule (Gemeinschaftsschule).

Das Problem bei nun täglich zunehmender Hitze verdeutlicht hat dieser Tage eine weitere Mutter aus Quierschied. Ihre zwölfjährige Tochter könne ,,dem Unterricht kaum noch folgen, außerdem klagt sie zunehmend über Kreislaufprobleme“. Viele Kinder, Jugendliche und Lehrer seien von der unerträglichen Hitze betroffen, seit Jahren aber werde die Schule vertröstet, was bauliche Maßnahmen zur Verbesserung des Lernklimas betrifft.

Die SZ hat jetzt erneut nachgefragt beim Regionalverband, der als Schulträger verantwortlich ist. Regionalverbandsdirektor Peter Gillo hat dann gestern auch auf drei Fragen geantwortet. Ob es ihm, Gillo, bekannt sei, dass es großen Unmut, vor allem bei Eltern gibt, die die Gesundheit Ihrer Kinder gefährdet sehen?, wollten wir wissen. ,,Die Problematik ist mir bekannt. Wir führen in der Sache Gespräche mit der Schule und den Eltern. Erst vor Kurzem haben meine Mitarbeiter in einer Schulkonferenz mit allen Betroffenen über die Hitzeproblematik und Lösungsmöglichkeiten diskutiert“, teilt Gillo mit.

Kann man nicht mir relativ einfachen Mitteln, etwa durch das Anbringen von Jalousien an den Fenstern, die größte Pein lindern?, wollte die SZ des Weiteren wissen. So einfach sei das nicht, sagt der Regionalverbandsdirektor. Man habe hier bereits einen außen liegenden Sonnenschutz, ,,aber das genügt offensichtlich nicht“. Das Problem an der Schule sei grundlegender Art. Durch die Leichtbauweise (Stahlskelettbau mit großen Fensterflächen) würden sich die Räume bei hohen Außentemperaturen sehr schnell aufheizen. In einem ersten Schritt habe der Regionalverband einen Maßnahmenkatalog zusammengestellt und mit der Schule und den Eltern die konsequente Umsetzung der darin enthaltenen Vorschläge vereinbart: ,,Dazu gehört all das, was jeder von uns auch zu Hause macht: die Nachtauskühlung der Räume durch dauerhaftes Öffnen von Oberlichtern, Stoßlüftung am frühen Morgen oder die Abschaltung von Wärmequellen wie Beamern oder Servern bei Nichtbenutzung.“ Außerdem werde man Maßnahmen, die im Rahmen der baulichen Unterhaltung kurzfristig möglich seien, schon bald umsetzen. Gillo: ,,So ist eine Nachrüstung mit einer mechanischen Entlüftung über das Dach, beispielsweise über das automatische Öffnen von Fenstern oder Lichtkuppeln, vorgesehen.“

Letzte Frage der SZ: Denkt der Schulträger überhaupt mal daran, die Situation grundhaft zu verändern, auch im Hinblick darauf, dass es vermutlich nur noch eine Frage der Zeit ist, bis Kinder oder Lehrer gesundheitlich zu Schaden kommen? Peter Gillo meint dazu, dass sich die Sachlage in den vergangenen zehn Jahren verändert habe: ,,Früher gab es noch hitzefrei, und viele Kinder sind heute auch länger in der Schule.“

Dauerhaft helfe hier eine Fassadensanierung. Diese koste jedoch weit über eine Million Euro: ,,Kurzfristig ist das für uns nicht zu machen. Trotzdem haben wir diese Maßnahme in den Investitionsplan des Bauamtes aufgenommen. Allerdings ist dafür eine Genehmigung durch das Ministerium erforderlich“, sagt Gillo abschließend.

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