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Hixberger Straße: Bus rammt Wohnhaus

Riegelsberg. Wie schon mehrfach in den letzten Tagen seit 16. August, so stellte die Bürgerinitiative für eine Riegelsberger Südumgehung auch gestern wieder Autos in die Hixberger Straße, mutmaßlich „vorschriftsmäßig“, also versetzt auf beiden Seiten geparkt, so dass der Verkehr deutlich verlangsamt wurde. Vor allem gestresste Heimkehrer von der Arbeit finden das nicht gut, fluchen in sich hinein, beschweren sich bei den Behörden oder schimpfen auch mal laut gegen die Hixberger Straßenparker.

Sei es drum, die Organisatoren der „Parkaktion“, Volker Wehrum und Reinhold Roos, argumentieren: Wir warten seit 38 Jahren auf die versprochene Südumgehung, da können 15 000 bis 18 000 Autos am Tag mal ein paar Minuten aufgehalten werden. Solche eine Aktion lenkt den Blick der Öffentlichkeit auf unser Anliegen und macht hoffentlich den Behörden Dampf. Gestern sollte die Aktion eigentlich in allgemeinem Wohlgefallen und friedlich beendet werden, denn zusammen mit Gemeinde, Polizei und Landesbetrieb für Straßenbau hatte der Regionalverband als Straßenverkehrsbehörde folgendes vereinbart: Noch in diesem Jahr wird die kaputte Fahrbahn der Hixberger Straße saniert, so dass der Lärm um drei Dezibel sinkt, was einer Halbierung der Lautstärke entspreche. Zusätzlich soll ein Lärmgutachten in Auftrag gegeben werden, mit dem Ziel, verkehrsberuhigende Maßnahmen einzuleiten. Volker Wehrum, Reinhold Roos und ihre Mitstreiter werteten dies als Zeichen des guten Willens, gaben sich vorerst zufrieden und kündigten das Ende der Aktion an. (Wie der Regionalverband gestern mitteilte, hätte er andernfalls in der kommenden Woche zumindest ein einseitiges Halteverbot angordnet, um den Verkehrsfluss zu gewährleisten).

Die Bürgerinitiative hatte gestern sogar das regionale Fernsehen eingeladen, um das Ende der „Parkaktion“ im Film festzuhalten. Es ging wohl nur noch um Minuten, als ein schwerer Unfall die Aktion kurz vor ihrem Ende überschattete. Ein aus Richtung Altenkessel kommender Linienbus im Auftrag von Saar-Pfalz- Bus musste hinter einem der geparkten Personenwagen halten. Wie die Polizei berichtete, schoss der Bus aber plötzlich los, geriet in den Gegenverkehr, schob einen Dacia beiseite (30-jährige Fahrerin leicht verletzt), fuhr über eine Einfriedung und stieß in eine Hauswand. In dem Bus sollen etwa 20 Personen gesessen haben, von denen die Polizei nachher aber nur noch drei antraf. Möglicherweise melden sich noch welche, um das Geschehen zu schildern. Ein zwölfjähriger Junge wurde als leicht verletzt registriert. Die Frage nach der Ursache blieb vorerst unbeantwortet. Lag ein Fahrfehler des 33-jährigen Lenkers vor, der womöglich entnervt losgefahren war, ohne den Gegenverkehr hinreichend zu beachten? Wie Wehrum und Roos sagten, wollen Passanten verfolgt haben, dass der aufgebrachte Fahrer zuvor ausgestiegen war und den Halter des geparkten Autos suchte. Allerdings wurde auch ein technischer Defekt an dem Bus nicht ausgeschlossen. Die Ermittlungen werden nach Mitteilung der Polizei vielleicht noch eine Weile dauern. Die Hixberger Straße blieb bis weit in den Abend hinein voll gesperrt. „Es ist mehr als bedauerlich, dass die Aktion der Bürger durch solch einen schrecklichen Unfall überschattet wird“, äußerte sich Bürgermeister Klaus Häusle gegenüber unserer Zeitung, und zwar in Verbindung mit Sympathie und Verständnis für diese Aktion, denn sie habe versucht, die Planung einer Umgehung zu forcieren. „Was da passierte, hat uns sehr betroffen gemacht“, sagten Wehrum und Roos. Die Privatwagen seien aber vorschriftsmäßig geparkt gewesen und nicht ursächlich für den Unfall.
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