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Hochwasser: Verwaltung rät zu Rückstausicherungen

Hochwasser

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Saarbrücken. Als am 3. Juli 2009 ein Unwetter über dem Regionalverband niederging, wurden die Menschen am Köllerbach, Sulzbach und Fischbach von den Wassermassen buchstäblich kalt erwischt. Besonders groß waren die Schäden in Quierschied, Fischbach und auf der Saarbrücker Rußhütte. Diese Woche legte der Umweltausschuss der Stadt Saarbrücken auf Anfrage der Stadtratsfraktionen einen Zwischenbericht über den aktuellen Stand des Hochwasserschutzes vor. Nach Angaben der Verwaltung sind bereits wichtige Vorsorgemaßnahmen veranlasst worden. So seien Anwohner angewiesen worden, Rückstausicherungen am Beginn der Abwasserleitung einzubauen, welche einen Rückfluss aus dem bei starken Niederschlägen überlasteten Kanalnetz verhindern. „Diese Rückstausicherung ist gemäß DIN 1986 und der Abwassersatzung des Zentralen Kommunalen Entsorgungsbetriebs (ZKE) beim Hausbau Pflicht“, sagt Robert Mertes von der Stadtpressestelle.
Keine Zwangsmaßnahmen
Die Stadt kontrolliere den Einbau der Rückstausicherung vor Ort jedoch nicht, sondern anhand der Architektenpläne, sagt Mertes. Zwangsmaßnahmen seien nicht vorgesehen. Denn wer auf den Einbau verzichte, schade letztlich nur sich selbst, mahnt Mertes.
Der ZKE übernehme keine Haftung, wenn Schmutzwasser wegen einer fehlenden Sicherung ins Haus drücken sollte, gibt Mertes zu bedenken. Öffentliche Zuschüsse für den Einbau der Rückstausicherung gebe es nicht.
Derzeit erstelle der ZKE eine Broschüre. Sie werde an die Menschen verteilt, die auf der Rußhütte entlang des Fischbachs wohnen, heißt es in dem Sachstandsbericht des Umweltausschusses. Diese Broschüre enthalte Grundinfos zur Funktionsweise von Hebeanlagen und Rückstauverschlüssen sowie typische Beispiele für verschiedene Haus-Typen.
Die Broschüre kann bereits von der Internetseite des ZKE heruntergeladen werden. Eine weitere Maßnahme sei eine für den Herbst geplante Anliegerversammlung, sagte Jean Mas vom Amt für Grünanlagen, Forsten und Landwirtschaft, der dem Umweltausschuss vom aktuellen Stand der Maßnahmen berichtete. In der Versammlung sollen die örtlichen Besonderheiten des Wasseranstiegs, seine Ursachen und lokale Minderungsmöglichkeiten besprochen werden. Dazu sollen auch Vertreter zum Beispiel der Feuerwehr, des ZKE und des Straßenamtes eingeladen werden. Derzeit suche man aber noch einen Raum für die Versammlung, sagt Mas.
Die Stadt verfolge darüber hinaus das Ziel, Rückhaltemöglichkeiten oberhalb der Rußhütte, das heißt im Fischbachtal, zu schaffen. Doch dazu müssten vor allem die eigentumsrechtlichen Verhältnisse und Geländegegebenheiten geprüft werden, sagt Mas.
Zusammenarbeit nötig
Mas machte in seinem Bericht deutlich, dass er ohne eine gemeindeübergreifende Zusammenarbeit in einem Gewässereinzugsgebiet keine dauerhafte Lösung der Hochwasserprobleme sehe. Ein erster Schritt sei die Gründung der Hochwasserpartnerschaft Mittlere Saar Anfang Juli. Die Unterzeichner, der Regionalverband Saarbrücken sowie die Kommunen Friedrichsthal, Großrosseln, Heusweiler, Püttlingen, Quierschied, Riegelsberg, Saarbrücken, Spiesen-Elversberg, St. Ingbert, Sulzbach und Völklingen, wollen die Ursachen des Hochwassers aufarbeiten und Vorsorge für künftige Ereignisse dieser Art treffen.


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