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Hochwasserhilfe in Polen: Drei Theleyer Helfer sind dabei

Polens Regierung hat wegen des Hochwassers gestern bei der Europäischen Union (EU) Unterstützung angefordert. Deutschland beteiligt sich mit 60 Einsatzkräften des Technischen Hilfswerkes (THW).

Polens Regierung hat wegen des Hochwassers gestern bei der Europäischen Union (EU) Unterstützung angefordert. Deutschland beteiligt sich mit 60 Einsatzkräften des Technischen Hilfswerkes (THW).

Tholey-Theley. Polens Regierung hat wegen des Hochwassers gestern bei der Europäischen Union (EU) Unterstützung angefordert. Deutschland beteiligt sich mit 60 Einsatzkräften des Technischen Hilfswerkes (THW) in vier Hochleistungspumpenteams (HCP). Das Saarland verstärkt die Mannschaft mit drei Theleyer Helfern.

Einer ist der Vize-THW-Ortsbeauftragte Stefan Scherer. „Gegen Mittag habe ich unseren Einsatzbefehl erhalten“, berichtete der 39-Jährige am Nachmittag kurz vor Abfahrt. Alles ging rasend schnell: vom Hilfegesuch aus Polen bei der EU-Katastrophenschutzzentrale (MIC) in Brüssel am frühen Morgen, die wiederum die Leiststellen der Mitgliedstaaten alarmierte, bis zu den Einsatzbefehlen in den deutschen THW-Landesverbänden. Scherer: „Es beteiligen sich Sachsen/Thüringen, Nordrhein-Westfalen, Bayern, Rheinland-Pfalz/Saar/Hessen und Küste.“ Zum letzteren zählen Niedersachsen und Bremen.

Die THWler aus Theley hatten nur wenige Stunden Zeit, für die über 1000 Kilometer lange Reise zu packen. Auf dem THW-Gelände koordinierte Mario Zöhler die Arbeit. Der Zugführer: „Die Zentrale hat die Schmutzwasserpumpe angefordert, die 5000 Liter in der Minute abpumpt.“ Außerdem verluden seine Kollegen Schwimmwesten, Sicherungsseile, Feldbetten und Schlafsäcke auf den THW-Laster. Mit dem machten sich Stefan Scherer und Markus Schäfer (22) gegen 16 Uhr auf nach Gießen in Hessen. Dort sollten sie gegen 20 Uhr auf weitere THW-Kräfte aus dem Landesverband stoßen. 15 von ihnen bilden ein Team, das sich von dort mit vier Hängern und einem Kran auf den Weg zum deutsch-polnischen Grenzübergang nach Görlitz/Sachsen machte. Dort wurden sie in den Nacht erwartet, wo sie mit THW-Vertretern weiterer Landesverbände im Konvoi ins südpolnische Unglücksgebiet fahren sollten. Scherer: „Unseren genauen Einsatzort wissen wir noch nicht.“ Mitgeteilt worden sei, dass mindestens mit 14 Tage dauerndem Einsatz gerechnet werde. „In Polen ist es schlimmer als beim Oder-Hochwasser '97 in Brandenburg.“

Am Grenzübergang erwarteten die Saarländer einen dritten THW-Helfer aus Theley: Michael Rausch, der hauptberuflich für die Hilfsorganisation in Bayern arbeite.

THW-Vertreter der Gemeinde Tholey sind bereits katastrophenerprobt: Sie waren unter anderem beim Einsatz in New Orleans, als der Hurrikan Katrina im August 2005 die US-amerikanische Stadt zerstörte.

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