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Höher hinaus an der Cloef: Gemeinderat beschließt Baumwipfelpfad und Aussichtsturm am Wahrzeichen

Diese Visualisierung des Investors zeigt den geplanten Aussichtsturm, wird von den Verantwortlichen inzwischen aber als „unglücklich“, da überdimensioniert, bezeichnet. Foto: Gemeinde

Diese Visualisierung des Investors zeigt den geplanten Aussichtsturm, wird von den Verantwortlichen inzwischen aber als „unglücklich“, da überdimensioniert, bezeichnet. Foto: Gemeinde

Rund 4,7 Millionen Euro will die in Bayern ansässige „Erlebnis-Akademie“ in den Bau des Pfades investieren, der am Cloef-Atrium beginnen und etwa 1250 Meter lang sein soll. Der Pfad soll in einen hölzernen Aussichtsturm münden, der sich halbkreisförmig hinter der Schutzhütte am Aussichtspunkt Cloef in die Höhe schrauben soll. Der Turm kann nach den jetzt beschlossenen Plänen eine maximale Höhe von 44 Metern erreichen. Wie Bürgermeister Carsten Wiemann ( SPD ) erklärte, beruhen die bisherigen Vorplanungen auf einem 38 bis 40 Meter hohen Turm. Damit würde er zwischen sieben und zwölf Meter über die höchsten Bäume an der Cloef hinausragen. Nachdem das Projekt im Sommer vorgestellt worden war, hat sich eine lebhafte öffentliche Diskussion darum entwickelt. Kritiker befürchten durch den Turm eine Verschandelung von Saarschleife und Cloef. Eine von der Gemeinde verbreitete Fotomontage des Turms bezeichnen Rats- und Gemeindevertreter heute als „unglücklich“, da sie die Proportionen des Bauwerkes nicht maßstabsgerecht, sondern zu groß darstelle.

Im Mettlacher Rat war unabhängig von der öffentlichen Debatte die Meinung eindeutig: Fast alle Ratsmitglieder unterstützten das Projekt, von dem sich die Gemeinde eine erhebliche Aufwertung der Cloef und positive touristische Effekte für den Ort Orscholz und die Region erhofft. Lediglich zwei von drei Mitgliedern der Freien Bürger Mettlach (FBM) lehnten die Pläne ab. Sie sprachen sich, wie FBM-Sprecher Joachim Badelt, für einen Wipfelpfad mit Aussichtsplattform auf Höhe der Baumkronen aus. Badelt: „Die Cloef hat eine spezielle Aura und Atmosphäre. Dieser Ort wird ein anderer sein, wenn der Baumwipfelpfad mit diesem Turm realisiert wird.“ Die große Mehrheit des Rates unterstützte indes das Vorhaben. Markus Rausch ( SPD ) sprach von einer „zukunftsweisenden Investition in den Tourismus unserer Gemeinde“. Heiner Thul ( CDU ) mahnte: „Wenn wir Investoren finden, die unsere Region stärken, sollten wir solche Projekte nicht zerreden.“ Michael Döbrich (AUF) sagte: „Das ist eine Entscheidung, die wir garantiert nicht bereuen werden.“ Ewa Tröger (Linke) bekundete, sie sei verwundert gewesen, dass während der vierwöchigen Offenlegung der Pläne nach dem lebhaften öffentlichen Echo so wenige Einwände dagegen vorgebracht worden seien. Nach Auskunft des Gemeinde gab es zwei Einwendungen von Privatpersonen gegen den Bebauungsplan, von denen sich nur eine auf den Standort von Wipfelpfad und Turm bezog. Von den Trägern öffentlicher Belange (Behörden, Institutionen, Naturschutzverbände ) gab es entweder keine oder positive Reaktionen auf das Projekt.

 

Zum Thema:

Der Baumwipfelpfad mit Aussichtsturm ist ein Baustein einer umfassenden Neugestaltung des Gebietes an der Cloef, welche die Gemeinde mit den jetzt beschlossenen Bebauungsplänen anstrebt. Dazu gehören der Wegfall des bisherigen Bus- und Pkw-Parkplatzes nahe der Cloef, dieser soll weitgehend renaturiert werden. Als Ersatz dafür soll an der Kurpromenade ein bislang provisorischer Parkplatz ausgebaut werden. Daneben will die Gemeinde auf einer Fläche beim Cloef-Atrium den Bau eines Hotels möglich machen. Aufgeben will man die bisher bestehende Möglichkeit, auf einem Standort im Varadeser Park, der so genannten Höhe 400, einen bis zu 50 Meter hohen Aussichtstrum zu errichten. Auf rund 4,7 Millionen Euro schätzt die „Erlebnis Akademie“ die Investitionskosten für den Baumwipfelpfad. Wenn die Planungsverfahren wie vorgesehen ablaufen, könnte Anfang 2016 der Bau des Pfades beginnen und bis Juli abgeschlossen sein. cbe
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