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Hörtag Homburg: Hier geht's rund ums Ohr

Homburg. Ohne Hören und sehen waren Menschen in grauer Vorzeit verloren. Fehlte einer dieser lebenswichtigen Sinne, war das Überleben nicht mehr gesichert. Auch heute ist der Verlust der Seh- oder Hörkraft ein schwerer Schicksalsschlag.

Doch moderne medizinische und auch technische Entwicklungen haben dafür gesorgt, dass man vorbeugend tätig sein kann oder irreparable Schädigungen zumindest abwenden kann, so dass wenigstens ein Teil der Sehoder Hörkraft behalten werden kann. Dennoch sind diejenigen, die von einem plötzlichen Hörleiden betroffen sind, anfangs hilflos.

An wen kann ich mich wenden, wenn ich nur noch mit großer Anstrengung telefonieren oder Gesprächen folgen kann? Wie kann ich Radio und Fernsehen wieder besser verstehen?“ Auf diese Fragen gibt der erste Homburger Hörtag Antwort. Am Samstag, 27. Oktober, informieren Experten in der HNO-Klinik des Universitätsklinikums des Saarlandes (Gebäude 6), von zehn bis 14.30 Uhr über neueste Therapiemöglichkeiten für Menschen, die schwer hören und trotz moderner Hörgeräte nicht mehr ausreichend verstehen können. Werner Buchberger, bekannt aus der Sendung „Gesundheitsgespräch“ auf Bayern 2, führt durch das Programm. Schirmherr der Veranstaltung ist Andreas Storm, Minister für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie. Der Eintritt ist kostenfrei.

Mit dabei ist auch der auch der aus Merchweiler stammende Bernd Heck. Der 60-jährige litt 13 Jahre an Tinnitus auf beiden Ohren und hatte mit Schwindelanfällen zu kämpfen. Das Hörvermögen des Physikers verschlechterte sich zunehmend. Zunächst halfen Hörgeräte, aber irgendwann konnte Bernd Heck kaum noch telefonieren, Radio hören oder Fernsehen. Im Jahr 2011 wurde ihm in der HNO-Klinik am Universitätsklinikum des Saarlandes auf dem rechten Ohr ein so genanntes Hörimplantat eingesetzt. Seitdem kann Herr Heck stressfreier hören. Der Saarländer erzählt, wie er mit seiner Hörschädigung lebt und warum er inzwischen wieder gern mit Menschen zusammen ist.

„Ich habe nun keine Schlafstörungen mehr, der Tinnitus hat stark nachgelassen. Mein Leben ist stressfreier und ich kann wieder an gesellschaftlichen Ereignissen teilnehmen“, sagt Bernd Heck. Bernd Heck und die Mediziner der HNO-Klinik stehen während des Hörtags für Fragen zur Verfügung. Auf einer Info- Messe besteht ferner die Möglichkeit mit regionalen Selbsthilfegruppen und Verbänden in Kontakt zu treten. Der Hörtag findet im Rahmen der Initiative „Ich will hören“ statt. Die Anmeldung ist im Internet möglich. red Im Internet: www.ich-will-hoeren.de

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