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Hohe Geldstrafe für korrupten Ingenieur

Saarbrücken. Der Angeklagte hatte jahrelang in leitender Position beim LfS gearbeitet. Anfang der 90er Jahre kündigte er und machte sich selbstständig. Zwei seiner Untergebenen beim Amt, einen Bauingenieur und einen Informatiker, spannte er fortan für seine Zwecke ein. Sie arbeiteten nebenher ohne Genehmigung des Amtes für das Büro des Angeklagten.

Der Informatiker bekam dafür im Monat zeitweise 1800 Mark und nutzte sogar einen geleasten Mercedes. Der Bauingenieur bekam zeitweise 600 Mark im Monat. Die Zahlungen liefen auf die Namen von Angehörigen der beiden. Die Arbeiten, die die beiden eigentlich für das LfS erbringen sollten, erledigten sie für das Büro des Angeklagten: von der Ausschreibung eines Auftrags über dessen Vergabe bis hin zur Kontrolle der Abwicklung. Der Angeklagte verkaufte die Dienste wiederum mit Aufschlag an das LfS.

Das funktionierte über Jahre. Doch Ende 2001 geriet das LfS in die Schlagzeilen. Der Bauingenieur im Dienste des Angeklagten zeigte sich daraufhin selbst an. Er sollte 17000 Euro Steuern nachzahlen. Er zahlte aber nicht selbst, das übernahm das Büro des Angeklagten. Deshalb verurteilte das Landgericht den Informatiker und den Bauingenieur LfS in den Jahren 2004/2005 zu Haftstrafen auf Bewährung wegen Korruption.

Den heutigen Angeklagten sprachen die Richter zunächst frei. Der Bundesgerichtshof kippte dieses Urteil. Deshalb wurde der Mann gestern erneut wegen Korruption verurteilt. szn/dög
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