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Homburg: Mann (31) rast bei Fahrerflucht in Menschengruppe

Mit Entsetzen und Unverständnis reagierten die Homburger an den Feiertagen auf einen Verkehrsunfall, der vier Verletzte, darunter drei Schwerverletzte, forderte: Gegen 18 Uhr waren am Heiligabend Gläubige unterwegs zur Christmette in der Fronleichnamskirche.

Ohne Rücksicht auf die Menschen benutzte ein Autofahrer, der mit seinem Fahrzeug in der Nähe schon einen Unfall gebaut hatte, die Bürgersteige vor der Kirche als Fluchtweg. Durch schnelles Reagieren, so die Homburger Polizei, konnten sich mehrere Personen in Sicherheit bringen. Dennoch erfasste der Wagen zwei Frauen und zwei Männer im Alter von 55 bis 70 Jahren und verletzte drei von ihnen schwer, eine leicht.

Ungerührt ging die Flucht des Fahrers weiter in Richtung Uniklinik. Dabei kam es zu weiteren Unfällen und Straßenverkehrsgefährdungen. Gegen 19 Uhr wurde das Fahrzeug mit französischem Kennzeichen schließlich an einem Baum auf dem Klinikgelände von der Polizei gefunden. Der Fahrer war flüchtig. Die Beamten vermuteten, er könne verletzt in ein angrenzendes Waldgelände gelaufen sein.

Mit Hubschrauber und der Diensthundestaffel startete die Polizei sofort eine Suchaktion, die gegen Mitternacht von Erfolg gekrönt wurde: der Tatverdächtige wurde auf dem Klinikgelände gefunden und festgenommen. Es handelt sich um einen 31-jährigen Rumänen, der laut Polizei unter Drogen-Einfluss stand. Die Ermittlungen dauerten gestern noch an. So ist noch nicht geklärt, warum der Mann seine Flucht so rücksichtslos durchführte.

Markus Hary, Pfarrer der Kirche St. Fronleichnam, zeigte sich Angesichts des Unfalls geschockt. Er beendete gerade seine Vorbereitungen zur Christmette, als der Unfallfahrer in die Kirchgänger fuhr. „Vom Unfall habe ich nichts mitbekommen“, sagt der Pfarrer, „erst als ich die Unruhe vor der Kirche bemerkte, wusste ich, dass etwas nicht stimmt. Dort liefen die Menschen durcheinander. Dann habe ich die ersten Verletzten gesehen.“

An eine normale feierliche Christmette war dann auch in St. Fronleichnam nicht mehr zu denken. Der Pfarrer rief die Gemeinde auf, an die Verletzten und ihre Familien zu denken und zu beten. In der Predigt versuchte Hary, die geschockte Gemeinde aufzufangen.

Diakon Thomas Glas begleitete währenddessen die Verletzten in die Uniklinik. „Da müssen doch einige Kirchgänger Schutzengel gehabt haben“, sagt Pfarrer Hary, „wäre der Unfall früher passiert, wären viel mehr Menschen vor der Kirche gewesen.“ 

Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei Homburg unter Tel. (0 68 41) 10 60 zu melden.
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