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Homburg-Ost: Neue Anschluss-Stelle für Autobahn A 6 bei Reiskirchen wird gebaut

Die Pläne für eine neue Anschlussstelle Homburg-Ost bei Reiskirchen hatten in der Vergangenheit für viel Wirbel gesorgt. Nun kündigte der Abgeordnete Alexander Funk an, dass es grünes Licht vom Bund für eine Abfahrt gebe. 5, 1 Millionen Euro soll sie kosten.

Homburg. Die Zustimmung des Bundesverkehrsministeriums liegt vor: Der Neubau einer zusätzlichen Anschlussstelle Homburg-Ost der A 6 kann angegangen werden. Dies teilte das Bundesverkehrsministerium dem Bexbacher Bundestagsabgeordneten Alexander Funk jetzt mit. Der ist nach eigenem Bekunden froh, dass es so schnell gegangen ist. „Ich war oft mit dem Bundesverkehrsministerium in Kontakt und habe auf die Bedeutung der Verkehrs-Entlastung in diesem Bereich hingewiesen“, so Funk im Gespräch mit unserer Zeitung.

Fünf Millionen Euro Kosten
Die Anschlussstelle soll zwischen Reiskirchen und Waldmohr entstehen, die Kosten schätzt das Ministerium laut Funk auf rund 5,1 Millionen Euro. Dazu könnten möglicherweise noch Kosten für Grunderwerb kommen. Besonders wichtig sei ihm, dass man sich in Berlin für eine umweltfreundliche Variante mit dem geringst möglichen Eingriff in die Natur entschieden habe. „Nach einer umfassenden Umweltverträglichkeitsstudie kommt es zu keiner Beeinträchtigung der Ortslage.“

Eine mögliche Zeitachse könne er noch nicht nennen: „Jetzt sind zunächst das Land und das Landesamt für Straßenbau in der Pflicht, das Projekt anzugehen.“ Nach Fertigstellung der neuen Anschlussstelle werde die B 423 zwischen der Anschlussstelle Homburg über Kleinottweiler bis nach Jägersburg auf einer Länge von rund fünf Kilometern herabgestuft. Im Gegenzug erfolge eine Trassenbündelung der B 423 mit der A 6 zwischen den Anschlussstellen Homburg und der neuen Homburg-Ost sowie eine Verlegung der B 423 auf die L 118 zwischen Homburg-Ost und Jägersburg.

Auch in Sachen Schwarzenbach-Umgehung gebe es sehr viele Gespräche: „Das Projekt ist im vordringlichen Bedarfsplan, das haben Joachim Rippel und Astrid Klug so weit klar gemacht. Das Bundesverkehrsministerium geht davon aus, dass Mitte nächsten Jahres der Plan fertig ist.“ Dann würden sich Bund und Land kurzschließen, wann eine Finanzierung möglich sei.

Lage der Auffahrt noch unklar
Offen ist derzeit, bei allen verkündeten Details zur Streckenplanung, noch die genaue Lage des neuen Autobahnanschlusses „Homburg-Ost“. Die freigegebene und zitierte „Variante 4“ ist mit ihren örtlichen Eckdaten der Homburger Verwaltungsspitze derzeit noch nicht bekannt – so zumindest lautete die Rückmeldung von Homburgs Oberbürgermeister Karlheinz Schöner auf Nachfrage unserer Zeitung am Wochenende. Eben diese Unklarheit rief, ebenfalls am Wochenende, die Reiskircher Bürger auf den Plan.

In einer Mail an Karlheinz Schöner zeigte sich Manfred Ecker von der Bürgerinitiative „A6-Hom“ sichtlich überrascht: „Am 8. Januar 2008 hatten Sie zusammen mit dem damaligen Wirtschaftsminister Rippel im Thomas Morus Haus in Erbach beim Neujahrsempfang der CDU versprochen, dass im Bereich Reiskircher Sportplatz dieser Anschluss nicht kommen wird. Umso überraschter waren wir Reiskircher Bürger nun von diesem Zeitungsbericht. Daher möchten wir nun bei Ihnen anfragen, was es mit diesen Plänen auf sich hat und wann die Bürger konkret informiert werden.“

In seiner Antwort versicherte Schöner Manfred Ecker schnelle Klärung. So habe er den zuständigen Baudirektor der Homburger Verwaltung damit beauftragt, heute beim Bundesverkehrsministerium für Klärung zu sorgen. Schöner machte in diesem Zusammenhang klar: „Es ist keine Frage, dass wir einen Anschluss Homburg-Ost brauchen, das habe ich auch immer gefordert, zumal die Verbindung zur Autobahn über Reiskirchen beim geplanten Umbau des bisherigen Anschlusses Homburg/Bexbach entfallen wird. Das wird sicherlich für die Anlieger der Richardstraße und die Reiskircher insgesamt eine deutliche Verbesserung werden.“


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