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Homburg: Tausende feierten in den Kneipen

Homburg. Keine Straßenfastnacht, aber trotzdem ein bisschen im Freien, keine Alkoholexzesse wie in den vergangenen Jahren, trotzdem viele Ordnungshüter auf den Straßen: Der Homburger Rosenmontag hat sich verändert, in vielem zum Guten. Vorbei scheinen die Zeiten, in denen Kohorten von meist deutlich zu betrunkenen und meist deutlich zu jungen Rosenmontagsfans in kürzester Zeit die Innenstadt zum größten Open-Air-Besäufnis der Region gemacht hatten. Stattdessen, und mit Hilfe spürbarer Präsenz der Polizeiund Ordnungskräfte und mit dem Verbot von Außenausschank, hat sich das Fastnachtstreiben dahin verlagert, wo es aus Sicht der Stadt hingehört: in die Kneipen.

„Das war unser erklärtes Ziel“, zeigte sich Homburgs Oberbürgermeister Karlheinz Schöner gestern beim Gang durch die City zufrieden. Entlang der Talstraße aus den Kneipen drang Fastnachtsmusik und hörbar gute Laune, draußen vor der Tür zeigte der Homburger Rosenmontag nur noch ganz schwach sein übles Gesicht der vergangenen Jahre. 60 oder 80 Jugendliche hatten sich zeitweise mit viel Alkohol vor dem Tal- Zentrum versammelt – nur noch ein Schatten der früheren Zustände. Und in den brachten Polizei und Sicherheitsdienste immer wieder Licht. Dass man sich allerdings mit diesem „Rest des Alten“ wird arrangieren müssen, davon zeigte man sich gestern einigermaßen sicher. Die zum Glück nicht mehr große Schnittmenge aus „nicht mobil“ und „zu jung für den Einlass in die Kneipen“ wird Homburg wohl erhalten bleiben.



Rüdiger Schneidewind, Homburgs zuständiger Beigeordneter: „Ich glaube, damit werden wir leben müssen.“ Dem in der Bevölkerung ab und an geäußerten Wunsch, Homburg möge doch einen Rosenmontagsumzug auf die Räder stellen, musste Schneidewind, selbst als Zunftmeister der Homburger Narrenzunft „vom Fach“, mit Blick auf die hohen Kosten und den hohen Organisationsaufwand eine Absage erteilen – auch wenn das vielleicht eine Möglichkeit sein könnte, gerade der Altersgruppe zwischen zwölf und 15 Jahren einen attraktiven Rosenmontag zu bieten. Schneidewind zeigte sich wie OB Schöner zufrieden mit dem Mehr an Sicherheit auf Homburgs Straßen am Rosenmontag, begründet in mehr Kontrolle. „Im Ringen gegen das Chaos in der Stadt hat sich das auf jeden Fall ausgezahlt.“

Neben der traditionellen Kneipenfastnacht, die wie in den Jahren zuvor Tausende von Fastnachtern an die Theken band, ein neues Element: Die Homburger Rosenmontag- Open-Air-Party an der Zweibrücker Straße, organisiert von Hemingsways-Geschäftsführer Thorsten Bruch gemeinsam mit den Gaststätten Cartoon und Marktgässje. Ab elf Uhr ging es auf dem Gelände eines früheren türkischen Supermarktes los – ein erneutes Experiment in der Kreisstadt in Sachen organisiertes Fastnachtstreiben, nachdem der Versuch, die Feierenden in den Saalbau zu locken, im vergangenen Jahr gescheitert war. Thorsten Bruch zeigte sich gestern optimistisch: „Da wir hier auf dem Gelände die Infrastruktur schon hatten und ich selbst den DJ mache, ist das Risiko überschaubar.“
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