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Homburg baut Stromnetz aus: 3,7 Millionen

Ein 82 Tonnen schwerer Groß-Transformator in Beeden soll für weniger Stromausfälle sorgen.

Homburg. Mit einer Gesamtsumme von 3,7 Millionen Euro haben die Stadtwerke Homburg kräftig in den Ausbau des Stromnetzes der Kreisstadt investiert: Seit gestern erweitert ein 87 Tonnen schwerer neuer Groß-Transformator auf dem Gelände der Pfalzwerke an der Beeder Jägershausstraße die bisherige Struktur von fünf Netzbezirken in Homburg auf nun sechs. Hintergrund der Maßnahme ist ein Wunsch Homburger Industriebetriebe aus dem Jahr 2007 nach einem Mehr an Energie. "Solche Investitionen sind von langfristiger Natur und unabhängig von Wirtschaftskrisen und ähnlichem zu betrachten", erläuterte Jürgen Schirra von den Homburger Stadtwerken. "Man muss einschließlich Planung und Projektierung mit rund zwei Jahren Zeit für die Einrichtung eines solchen Großtransformators rechnen."

Beauftragt mit den eigentlichen Arbeiten und Besitzer des neuen Gerätes sind die Pfalzwerke, aus deren Netz die Homburger Stadtwerke Strom beziehen. Technisch leistet das neue Gerät eine Tranformation von 110 000 Volt aus dem Bereich der Pfalzwerke auf 20 000 Volt für das Netz der Stadtwerke Homburg.

Für die Stadtwerke ist neben dem Plus an verfügbarem Strom auch die Erweiterung der Netzbezirksstruktur ein wesentlicher Vorteil der Investition. Jürgen Schirra: "Die Aufteilung in Netzbezirke reduziert im Störungsfall das Ausmaß des Stromausfalls. Nicht die ganze Stadt ist dann betroffen, sondern nur der jeweilige Netzbezirk. Und je mehr Bezirke vorhanden sind, desto kleiner ist auch die räumliche Ausdehnung einer Störung im Stromnetz." Das System scheint sich auszuzahlen: Fiel laut Information der Stadtwerke Homburg im Jahr 2007 im bundesweiten Schnitt für 20,9 Minuten der Strom aus, so blieb Homburg mit 8,84 Minuten deutlich unter diesem Wert. Der neue Transformator auf dem Gelände der Pfalzwerke bringt auch Änderungen im Zuständigkeitsbereich der Stadtwerke selbst mit. So wird das Schalthaus in Beeden zur Umsetzung des neuen Stromvolumens um 14 Schaltfelder erweitert. thw

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