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Homburg touristisch vermarkten

Nachrichten aus der Region Homburg.

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Homburg. Die Stadt Homburg und ihre historisch interessanten oder einfach schönen Ecken: Das ist etwas, das künftig nicht nur Kenner locken soll, sondern auch möglichst viele andere Touristen. Für Klaus Kell, seit März Leiter des aufgestockten Amtes für Kultur und Tourismus, ist es wichtig, dass mit Blick darauf stärker zusammengearbeitet wird.

Durch die Zusammenlegung der Abteilungen – zu seinem Ressort gehören seit der Umstrukturierung die Denkmalpflege, Kultur und Tourismus, das Stadtmarketing und die Stadtbibliothek – sei nun alles unter einem Dach. Nun gelte es, die Stationen, die übers ganze Stadtgebiet verteilt liegen. „stärker als bisher als Einheit herauszustellen“, sagte er. „Wir müssen uns positionieren und sagen: Wir als Homburg sind eine Reise wert“, unterstrich er. Dazu sollten neben der Zusammenarbeit mit der Saarpfalz- Touristik, so Kell, Partner gefunden werden, „die das entsprechend vermarkten“. Man müsse zum Beispiel an Wirte, Restaurants, Hoteliers herantreten.

So könnten etwa Pakete geschnürt werden aus Übernachtungen und Eintritten zu Sehenswürdigkeiten. Denkbar seien auch Kombikarten, etwa für das Römermuseum und die Schlossberghöhlen Eine weitere Idee: E-Bikes, also Elektro- Fahrräder. Diese könnten verliehen werden für die Strecke zwischen Schwarzenacker und Reinheim – und zwar so, dass sie an jedem Ziel wieder abgegeben werden könnten.

Nicht nur vermarkten möchte Kell Homburgs touristische Pfunde, sie werden auch schön gemacht. An der Klosterruine Wörschweiler laufen die Arbeiten des dritten Bauabschnitts (wir berichteten) und im Römermuseum gehe es ebenfalls voran, berichtete Kell. Hier soll ein Multimedia-Infocenter zur römischen Geschichte eingerichtet werden in Form eines römischen Hauses. Vor zwei Jahren wurde mit Ausgrabungen begonnen, genau dort, wo das neue Zentrum einmal stehen soll. Das diene der wissenschaftlichen Erforschung des Untergrundes, und was dort gefunden wird, werde dokumentiert.

„Um an Älteres heranzukommen, muss man Jüngeres zerstören“, erläuterte Kell, warum das wichtig ist. Bis Ende des Jahres werde man mit dem ersten Bereich fertig sein, kündigte er an. Finanziert werden diese „vorbereitenden Arbeiten von der Stadt“, sagte Kell. Steht das Zentrum, dann sollen hier zum Beispiel Schüler Geschichte erarbeiten können, auch mit Hilfe von Computern und Präsentationsmöglichkeiten. Sonderveranstaltungen sind zudem denkbar. Eine Ausstellungskultur auch völlig fremder Themen, so wie in der Völklinger Hütte, „können wir uns hier nicht leisten“. Schon von den Räumen nicht. Und auch wenn sich besondere Events und Veranstaltungen besser bewerben ließen, werde man hier zurückhaltend sein. Kell: „Ein Tag der offenen Tür ist das, was wir logistisch noch leisten können.“

Auch an den Resten der Merburg in Kirrberg soll sich etwas tun. Das Ruinengelände soll besser erfahrbar gemacht, Mauern saniert, ein Turm teilweise rekonstruiert werden, sagte Kell. Und auf dem Homburger Schlossberg soll unter anderem die Beschilderung verbessert werden. Dann gehe es zudem um Fragen, inwieweit man Apps, also kleine Anwendungsprogramm für Smartphones und Tablet-Computer, anbiete, um mit den neuen Medien mithalten zu können. Am Karlsberg etwa gibt es bereits einen Hörpfad, dafür können im Internet Tondateien für einen Rundgang heruntergeladen werden, um so mehr zu erfahren über den Park und das Schloss von Karl II. August, die hier einst standen.

Auch die Ruinen des Waldparkes Schloss Karlsberg würden ertüchtigt, Zugewachsenes werde freigeschnitten, Schäden würden beseitigt. Zudem sollen die Arbeiten am Tosbecken in diesem Jahr abgeschlossen sein. Neben dem Historischen sieht Kell auch in Jägersburg mit der Gustavsburg und seinen Weihern einen Ort erster touristischer Güte. Und dazu sei das Beeder Biotop auch eine Besonderheit.

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