L 365, Vollsperrung zwischen Ortsausgang Sitzerath, Straße "Muswiese" und Nonnweiler-Bierfeld, Einmündung Maasberg (Zufahrt zur Fa. Diehl), aufgrund eines defekten Schwertransportes (01:43)

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Homburger (17) mit Geld und Drogen zu Sex im Auto verführt

 Saarbrücken/Homburg. Wegen unerlaubter Abgabe von Betäubungsmitteln an Minderjährige und wegen versuchten sexuellen Missbrauchs hat das Saarbrücker Landgericht jetzt einen 37-jährigen Unternehmer zu einer Bewährungsstrafe von eineinhalb Jahren und 1000 Euro Schmerzensgeld verurteilt.

Nach Angaben des Gerichts hat sich im Februar 2009 in Homburg Folgendes zugetragen. Ein 17-jähriger Auszubildender war auf dem Heimweg von seinem Ausbildungsplatz. Ein Autofahrer hielt an und bot an, ihn mitzunehmen und nach Hause zu fahren. Weil auf der Rückbank zwei kleine Kinder saßen, dachte der junge Mann an nichts Böses und nahm an. Zu Hause angekommen, fragte der freundliche Fahrer, ob er ihn noch zu einem Bier einladen könne. Der Fahrer brachte daraufhin die Kinder weg und fuhr mit dem jungen Mann zu seinem Betriebsgelände. Dort gab er ihm Geld und einen Beutel mit Marihuana und verlangte dafür sexuelle Dienste. Aus Angst habe der Jugendliche dann mitgemacht.

Als es vorbei war, informierte der Teenager die Polizei, die sofort ermittelte und als Beweismittel auf dem Betriebsgelände des Angeklagten Spuren mit der DNA des Jungen sicherstellte. Vor Gericht bestritt der Unternehmer die Tat mit Entschiedenheit. Er schilderte die Anschuldigung als einen Racheakt eines Zigeuners, der ihm Waren verkaufen wollte, er aber nichts gekauft habe. Es gab zwei Zeugen, die die Version stützten. Ein Tankwart und ein Taxifahrer sahen das vom Angeklagten beschriebene Auto, dessen Fahrer ihn angeblich falsch beschuldigte.

Der Verteidiger beantragte demzufolge Freispruch. Sollte das Gericht dennoch von dem Sachverhalt ausgehen, handele es sich um einen minderschweren Fall. Der junge Mann stand wenige Monate vor Vollendung seines 18. Lebensjahres und bei dem Marihuana habe es sich um eine geringe Menge von zehn Gramm gehandelt. Das Gericht folgte der Version des Opfers, blieb aber beim Strafmaß unter dem Antrag des Staatsanwaltes, der zwei Jahre und 2500 Euro Schmerzensgeld gefordert hatte. Der Angeklagte habe eine Ausrede erfunden, die zu den Ermittlungen passe. Aber es entspreche nicht der Erfahrung, dass Zigeuner potenzielle Kunden falsch verdächtigten, wenn ein Geschäft nicht zustande gekommen sei. jht

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