L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Priorität: Dringend

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Homburger Einkaufsgalerie: Planung auf Zielgerade

Homburg. Nachdem der Stadtrat in der vergangenen Woche grünes Licht für den Verkauf zweier stadteigener Grundstücke auf dem Enklerplatz an den Handelsriesen ECE gegeben hat, gehen die Planungen für die Einkaufsgalerie auf die Zielgerade. Jetzt fehlt noch das Verträglichkeitsgutachten, dann kann der Bebauungsplan verabschiedet werden. Grund für die Fraktionssprecher der beiden großen Parteien CDU und SPD, Christian Gläser und Hans Felden, beim Besuch in unserer Redaktion auf das weitere Vorgehen in Sachen Ansiedlung einzugehen. Mit dabei war auch FWG-Sprecher Axel Ulmcke, der dem Bauprojekt ursprünglich äußerst kritisch gegenüber stand, die Entscheidung nun aber mitträgt.

Ulmcke: „Man darf im Laufe einer Diskussion auch schlauer werden.“ Die FWG habe immer die Meinung vertreten, das neue Center sei zu groß dimensioniert. „Aber ich habe mich davon überzeugt, dass sich ein Bewerber für die von uns anvisierte Größe nicht finden lässt. Der Betreiber eines Centers mit lediglich 12?000 Quadratmetern Verkaufsfläche kommt – jedenfalls für ein Mittelzentrum wie Homburg – nicht in Frage.“ Gläser und Felden ergänzen: Zähle man die Flächen für Einkaufsmarkt, Elektronikfachmacht und Mode-Vollsortimenter ab, liege man schon bei weit mehr als 10000 Quadratmetern. Da bliebe nicht mehr allzu viel Platz für einen umfassenden Branchenmix. Ähnlich hatte sich ein ECE-Sprecher vergangene Woche gegenüber unserer Zeitung geäußert. Wichtig sei, so die drei Fraktionssprecher unisono, dass die Anbindung des Centers zur Innenstadt vernünftig gestaltet werde. Ulmcke: „Wichtig wäre zum Beispiel Gastronomie im Außenbereich.“

Apropos Elektronikfachmarkt: ECE verhandelt bekanntlich mit Media-Markt, der derzeit noch im Saarpfalz-Center ist. Der Überlebenskampf für dieses Center hat somit begonnen. Hier biete man an, dass die Stadt über die Wirtschaftsförderung mithelfe, geeignete Nachmieter zu finden. Christian Gläser: „Es geht dabei nicht darum, unseren Fokus auf das Saarpfalz-Center zu legen. Wir setzen aber ein Zeichen, dass wir diesen Bereich der Innenstadt nicht abhängen wollen.“

Einig sind sich die Drei in einem: Der Grundstücksverkauf war ein klares Zeichen an die Homburger nach dem Motto, wir wollen den Investor binden. „Es ist ein Zeichen: Das Center wird kommen“, so Felden, wenngleich dies kein abgeschlossener Prozess, sondern die Weiterführung des Masterplans aus dem Jahr 2006 sei. Wer jetzt, wie Teile der Opposition im Stadtrat, einen Masterplan für die Innenstadt fordere, habe die letzten sechs Jahre verschlafen. „Seitdem gibt es einen solchen Plan.“

Thema Opposition: Die drei Parteien stört der derzeit herrschenden Umgangston im Rat. Felden: „Es geht nicht darum, dass jemand eine andere Meinung hat. Mich nervt, wie ein kleiner Teil demokratische Entscheidungen, die durch klare Mehrheiten zustande kamen, behandelt. Hier geht es zum Teil um destruktives Handeln und um Winkelzüge, mit denen Vorhaben verhindert werden sollen.“

Gläser ergänzt: „Von verschiedenen Leuten wird schlichtweg versucht, eine Politik zum Scheitern zu bringen – ganz egal, was aus Homburg wird.“ Hans Felden erinnerte daran, dass seine Fraktion damals gegen die Forum-Bebauung war. „Es wurde heftig diskutiert, aber wir haben uns dennoch konstruktiv eingebracht und im Hinblick auf das Fortkommen der Stadt stark gemacht.“ Im Gegensatz zu damals sei es heute so, „dass die Homburger das ECE wollen“.
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