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Homburger Filmemacher stellt auf Filmfestival Max-Ophüls seinen dritten Spielfilm „Volt“ vor

Tarek Ehlail bei der Arbeit an seinem Film „Volt“. Foto: Farbfilm</p>

Tarek Ehlail bei der Arbeit an seinem Film „Volt“. Foto: Farbfilm

Nein, ein Flüchtlingsdrama wollte er nicht machen, sagt Tarek Ehlail. Sondern eine etwas in die Zukunft gedachte Welt zeigen, „in der sich die Zustände weiter verhärtet haben“. Sein Film „Volt“ erzählt von einem Deutschland, das Flüchtlinge in Transitzonen sammelt, sie mittels Polizei abschottet und, sagt Ehlail, „versucht, in ‚gated communities' das normale Leben zu konservieren“. Titelfigur Volt (Benno Fürmann) ist ein Polizist, der bei einem nächtlichen Einsatz einen Flüchtling tötet – unerkannt. Interne Ermittlungen laufen an, während den scheinbar abgestumpften Polizisten die Schuldgefühle quälen.

Ehlail hat auch das Drehbuch geschrieben, unter anderem inspiriert von den alten (mittlerweile abgerissenen) Grenzstationen an der Goldenen Bremm in Saarbrücken und der Idee, wie es wäre, „wenn wieder überall kontrolliert wird und wir von dem offenen Europa wieder wegkommen“. Ein Polit-Drama ist „Volt“ aber nicht geworden, Ehlail geht es weniger um Differenzierung denn um Reduzierung: Den Plot und die Dialoge köchelt er ein, zeigt bewusst nur die Welt in der Transitzone und die Existenz der Polizisten, „die den Kopf hinhalten und dafür ihre Gartenparzelle bekommen“. Diese Reduzierung hat ihre Risiken – die Figuren sind eher Chiffren denn Personen aus Fleisch und Blut – aber „Volt“ erschafft gekonnt eine Welt der harten, angeschlagenen Mannsbilder, die nachts mit dem Motorrad an Fabriklandschaften entlangbrausen, begleitet von einem druckvollen Electro-Soundtrack (von Alec Empire).

Da zeigt Ehlail viel Gespür für Stimmung und Action, das Ganze besitzt eine schnörkellose B-Film-Ruppigkeit im besten Sinn. Im Vergleich zu seinen Filmen „Chaostage“ (2007) und „Gegengerade“ (2011) wirkt „Volt“ geschlossener, konzentrierter und ist Tarek Ehlails bisher bester Film.

Heute, 22 Uhr: CS 8, zusammen mit dem 15-minütigen Film „Menai“ von Lydia RM Bruna.

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