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Homburger Gießerei Backes: Wie geht's weiter?

Die frühere Eisengießerei Backes ist baulich in einem desaströsen Zustand (Symbolfoto)..

Die frühere Eisengießerei Backes ist baulich in einem desaströsen Zustand (Symbolfoto)..

Homburg. „Wer hat schon gerne in Nähe der Stadtmitte einen solchen Schrott?“ Homburgs Oberbürgermeister Karlheinz Schöner machte gestern im Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung keinen Hehl daraus, dass ihm der bauliche Zustand der früheren Eisengießerei Backes (ehemals Krempel) nicht wirklich gefällt. Und wer sich das Areal durch unzählige zerborstene Fensterscheiben anschaut, der kann Schöners Einschätzung teilen: Dreckig, verwahrlost, dunkel – die frühere Eisengießerei ist baulich in einem desaströsen Zustand. Zwar hat sich im hinteren Bereich mit dem Metall-Unternehmen Finkendei wieder ein Betrieb angesiedelt, aus Richtung Entenmühlstraße und Beeder Straße bleibt der Anblick aber schwer verdaulich.

Nun ist die gesamte Fläche zwischen Saarbrücker Straße, Beeder Straße, Entenmühlstraße sowie der Straßen Am Stadtbad und Am Forum immer wieder Gegenstand von Diskussionen, nicht zuletzt deswegen, weil die geplante B-423-Umgehung über einen Teil des DSD-Geländes führen soll. Doch Schöner sieht in der Fläche mehr als einen Teil der neuen Routenführung. „Dieses gesamte Areal sollte als Carree entwickelt werden“, sagte Schöner gestern. Er macht in diesem Zusammenhang aber auch klar, dass gerade eine taugliche Verkehrsanbindung, und hier gezielt die geplante Schwarzenbach-Umgehung, entscheidend dafür sei, dort Investoren zu mobilisieren. Ohne eine entsprechende verkehrliche Anbindung „läuft da gar nichts“, so Schöner.

„Deswegen danke ich Staatssekretär Jürgen Barke für die Information, dass es mit den Planungen zur B-423-Umgehung vorangeht.“ Der von Barke kürzlich bei einer eigens anberaumten Pressekonferenz in Aussicht gestellte Baubeginn im Jahr 2016 (wir berichteten) habe, so Homburgs Oberbürgermeister, wieder für Bewegung bei der zwischenzeitlich ruhenden Kommunikation mit Investoren geführt. „Die Gespräche kommen wieder ins Laufen.“ Dabei geht es vornehmlich natürlich um die knapp über 18 Hektar große DSD-Fläche. Doch auch das Backes-Gelände spiele bei einer Entwicklung eine Rolle. Allerdings sei hier die Privat-Eigentumssituation eine Gemenge-Lage, der Handlungsspielraum der Stadt begrenzt. Zudem müsse man, so Schöner, angesichts des Geschäftsgegenstandes von Krempel/Backes auch damit rechnen, auf dem Gelände mit Altlasten konfrontiert zu werden.

Dass man seitens der Stadt, bei allen Unklarheiten, das Areal Backes im Zusammenhang mit dem DSD-Gelände aber durchaus im Auge hat, hatte Karlheinz Schöner schon bei besagter B-423-Pressekonferenz klar gemacht - und seine Forderung nach einem Bau der neuen Umgehungsstraße auch so begründet: „Diese gesamte Industriebrache ist mit der gegenwärtigen Verkehrslage nicht zu vermarkten.“

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