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Homburger Medizin-Studenten behandeln wieder Kuscheltiere im Saalbau

Sauerstoff für den Teddy: Claudia und Mia wissen ganz genau, was ein Teddy braucht. Foto: Maack

Sauerstoff für den Teddy: Claudia und Mia wissen ganz genau, was ein Teddy braucht. Foto: Maack

. Es gibt Momente, in denen das Medizin-Studium Spaß machen kann. Zum Beispiel, wenn man schon im dritten oder vierten Semester einen richtigen Arzt oder eine richtig engagierte Fachärztin spielen darf und auch noch ganz respektvoll dabei angeschaut wird.

Das ist der Fall bei der Teddyklinik - einer Aktion, die inzwischen an fast allen deutschen Unikliniken stattfindet und sich größter Beliebtheit auf beiden Seiten erfreut, bei Kindern ebenso wie bei Studenten .

Anatomisch bringt's für die Studenten natürlich nichts, zumal der Körperbau von Puppe Lotta oder Eisbär Lars mit der medizinischen Wirklichkeit wenig zu tun hat. Dafür profitieren die Kinder, denn sie sollen bei der Aktion vor allem Angst verlieren: Vor weißen Kitteln, Krankenhäusern, Spritzen, Impfungen und Krankenwagen. Außerdem können Kinder beim Vorstellen ihrer kranken Plüschtiere eigene Ängste abbauen. Auf die Frage „Was hat denn dein Teddy?“ werden von den Kindern oft eigene Erfahrungen verarbeitet. Dann hat Teddy stellvertretend Bauchweh, ein gebrochenes Bein, eine Halsentzündung, Husten oder Fieber. Manchmal sind aber auch Krebs oder Herzinfarkt dabei. In einem solchen Fall fragen die Medizinstudenten nach, wie das Kind ausgerechnet auf diese Krankheiten komme, und erfahren dann, dass es meist einen solchen Fall innerhalb der Familie gegeben hat, der die Kinder belastet. Manchmal haben die Erwachsenen das Ausmaß der kindlichen Angst nicht richtig eingeschätzt.

So dient die Teddyklinik auch dazu, den Kindern beim Umgang mit schweren Krankheiten die Angst zu nehmen, die sie innerhalb der Familie spüren. Anfang Juli ist es wieder soweit, dann bieten Medizinstudenten im Saalbau wieder Erste Hilfe für Kuscheltiere an. Am Freitag, 3. Juli, ab 10 Uhr kümmern sich die Homburger Studenten um die plüschigen Patienten . Rund 15 junge Leute aus der Fakultät haben die Klinik organisiert und Listen ausgelegt, wer mitmachen will. Wie immer, war die Resonanz unter den Studenten groß. Alle Kinder im Alter von drei bis acht Jahren sind eingeladen, in das Saalbau-Lazarett zu kommen. Es gibt einen echten OP-Tisch mit OP-Besteck und einen Kasten, der Röntgenbilder erstellt – natürlich ohne echte Strahlung. Die Behandlung der Schmusetiere ist kostenlos. Vor allem die Kindergärten sind eingeladen, bei der Aktion mitzumachen.
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