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Homburger Musikpark muss die Kurve kriegen

Ohne Zweifel: Billig war der Musikpark Homburg , vielen immer noch bekannt als Diskothek „Village“, für die Stadt nicht. Vor Jahren hatte der damalige Homburger Oberbürgermeister Karlheinz Schöner das Grundstück samt Gebäude an der Entenmühlstraße kaufen lassen, um dort Grundstückssicherheit beim möglichen Bau der Schwarzenbach-Umgehung sicherzustellen.

Wegen der Kosten gab es immer wieder kommunalpolitischen Ärger, je nachdem, wen man fragte, lagen die in der Summe mal bei 1,7 Millionen Euro, mal bei über drei, mal bei fast fünf Millionen.. So oder so: Ein Schnäppchen war der Bau nicht. Aber nachdem die Stadt ihn schon mal hatte, wollte man auch was draus machen. Und so wurde der Musikpark Homburg mit weiteren Investitionen als Veranstaltungsort umfunktioniert, mit bislang eher wechselhaftem Erfolg.

Genau das soll sich nun in der Wintersaison 2016/2017 ändern. 20 eigene Veranstaltungen hat die stadteigene Homburger Kulturgesellschaft in den kommenden Monaten geplant, vornehmlich Konzerte, aber auch ein bisschen Comedy . Verantwortlich für den Versuch, den Musikpark als erfolgreichen Veranstaltungsort in den Köpfen der Menschen zu verankern, sind Homburgs Kulturbeigeordneter Raimund Konrad und Achim Müller von der Kulturgesellschaft.

Beide blickten gestern im Gespräch mit unserer Zeitung und am Ort des Geschehens selbst in die Zukunft des Musikparks. Raimund Konrad gab hier die Marschgeschwindigkeit gleich im ersten Satz vor: „Wir wollen Gas geben!“. Dies scheint auch nötig, waren erste Veranstaltungen der Kulturgesellschaft doch nicht unbedingt von großem Publikumszuspruch gesegnet. Und Achim Müller ergänzte: „Wir geben alles, was im finanziellen Rahmen möglich ist, auch bei der Werbung.“

Hinter dem steckt auch der Wunsch des Stadtrates, das machte Konrad klar, das Geld, das man bislang investiert habe, nun endlich auch sinnvoll und mit Konzept zu nutzen. „Und daran arbeiten wir. Damit diese Ausgaben nicht für die Katz' waren.“

Um dieses Ziel zu erreichen, hat man einen dichten Veranstaltungsreigen für den Winter gestrickt. Der muss es nun auch reißen, es muss eine sichtbar positive Entwicklung geben, daraus machte Raimund Konrad keinen Hehl. „Diese Saison ist entscheidend. Wenn man eine positive Entwicklung sieht, dann gibt es keine Probleme, wenn es sich aber weiterhin so hinläppert, dann sieht es anders aus.“

Dass es läuft, dafür sollen bekannte Künstler wie Roachford (am 29. Oktober) oder die Oysterband (am 27. November) sorgen. Man setze aber auch auf so genannte Tribute-Bands, also Formationen, die Songs bekannter Gruppen spielten. Das habe, so Achim Müller, durchaus System. Zum einen zögen diese Edel-Cover-Bands durchaus ein breites Publikum an, zum anderen seien sie, im Gegensatz zu wirklich großen Namen, für die Stadt auch bezahlbar. Hinzu kommt der Auftritt des Schweizer Duos Carroursel mit einer Mischung aus Pop und Chanson am kommenden Samstag, 15. Oktober.

Auch sollen, wie Raimund Konrad erläuterte, Themenwochenende unter der Stichworten „Jazz“, „Nachwuchs“ oder „ Comedy “ den Musikpark als Top-Veranstaltungsort etablieren. Konrad: „Wir müssen die Menschen für diesen Ort gewinnen.“

 

Zum Thema:

 

Auf einen Blick Der Musikpark Homburg , im Besitz der stadteigenen Homburger Parkhaus und Stadtbus GmbH, soll sich im Winterhalbjahr 2016/2017 endlich als nachgefragter Veranstaltungsort etablieren. Dazu hat die ebenfalls stadteigene Homburger Kulturgesellschaft bis zum kommenden Frühjahr ein Programm mit 20 Einzelveranstaltungen aufgelegt, das, neben Veranstaltungen Dritter, die frühere Diskothek als Kulturort in der Stadt verankern soll. thw

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