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Homburger Neonazi (24) wegen Volksverhetzung vor Schöffengericht

Unter dem Namen „Volksfunk“ hat er im April letzten Jahres über seine Internetpräsenz auf einem als rechtsextrem bekannten US-Portal mindestens sieben Videos veröffentlicht, mit denen er rechtsradikales Gedankengut verbreitete. Der jetzt 24 Jahre alte Homburger, dem morgen vor dem Schöffengericht in Neunkirchen der Prozess gemacht wird, trat in mehreren dieser Videos selbst vor einer Fahne mit einem Hakenkreuz auf und zeigte den Hitler-Gruß. Wiederholt soll er auch den Holocaust geleugnet haben. Die Staatsanwaltschaft wirft dem in Homburg geborenen Neonazi deshalb mehrere Fälle der Volksverhetzung vor und zudem das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. In einem Fall soll er sogar öffentlich zur Befreiung eines inhaftierten Rechtsextremisten aufgerufen haben. Und in einem Aufruf wies er, so die Anklage, ausdrücklich auf eine im Internet abrufbare Anleitung zum Bau einer Bombe hin.


Der Fall um den 24-jährigen Rechtsextremisten hatte im Frühjahr letzten Jahres für großen Wirbel gesorgt, weil nach dem Auftauchen der ersten Videos im Internet in mehreren Bundesländern Strafanzeigen erstattet und Ermittlungsverfahren eingeleitet wurden. Die saarländischen Fahnder durchsuchten Ende April die Homburger Wohnung. Sie entdeckten dabei weitere Aufzeichnungen mit Hass- Botschaften. Die Ermittler gehen davon aus, dass das NS-Gedankengut tief in dem Mann verwurzelt ist. Er wusste offenbar, dass er sich mit seinem Verhalten strafbar machte. In seiner Wohnung wurden auch zwei verbotene Messer sowie mehr als 200 Gramm selbst hergestelltes Schwarzpulver von den Ermittlern beschlagnahmt. Nach Angaben seines Pflichtverteidigers Guido Britz räumt der bislang nicht vorbestrafte Angeklagte die Vorwürfe ein und hofft auf eine Bewährungsstrafe. mju
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