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Homburger Sqash-Talent startet durch

Homburg. Dass Franziska Hennes ihre noch junge Squash-Karriere ein bisschen „wie im Film“ findet, ist verständlich. Sie ist seit nun fast zwei Jahren auf der Überholspur – und kann einen Erfolg nach dem anderen verbuchen. Wenn man ihr beim Training zuschaut, wundert einen die rasante Entwicklung kaum: Franziska trainiert drei Mal pro Woche in der Squash-Halle des SRC Blieskastel/Homburg, die sich in einem alten, umgebauten Kino in Bexbach befindet. Mit acht Jahren schlug die heute 16-jährige Gymnasiastin ihren ersten Gummiball gegen die Wand. „Ich war sofort von dem Sport begeistert, weil er so schnell ist“, erzählt Franziska. „Und außerdem verbrennt man mit Squash verdammt viel Kalorien, vielleicht kann ich das ja später mal gebrauchen“, fügt sie lachend hinzu. Schnell war sie ganz oben dabei, konnte neben Saarlandmeister-Titeln 2006 den dritten Platz und 2007 den Titel bei den deutschen U15-Meisterschaften erkämpfen.

Den Erfolg konnte sie 2008 in der Altersklasse U17 wiederholen. „Da war ich richtig happy, das war für mich der bisher schönste Moment“, freut sich Franziska. Sie möchte ihren Erfolg bei den Titelkämpfen von diesem Freitag bis Sonntag, 27. bis 29. März, in Waiblingen natürlich wiederholen. Auch der erste internationale Triumph ließ nicht lange auf sich warten. Die Homburgerin wurde nach ihrem Einzel-Titel für die U17-Nationalmannschaft für die Europameisterschaft 2008 nominiert. Die konnte sie in ihrem ersten Einsatz für Deutschland mit der Mannschaft auf Rang vier beenden. Und auf europäischer Ebene möchte Franziska bald noch mal angreifen. Vom 4. bis 12. April stehen in Germering die U19-Einzel- und Mannschafts-Europameisterschaften auf dem Programm. „Ich habe noch nie in so einer hohen Altersklasse gespielt, mein Ziel dort ist es, die Favoriten ein bisschen zu ärgern“, sagt die 16-Jährige. Genau das plant sie auch für ihre erste deutsche Meisterschaft der Erwachsenen, welche Ende April in Krefeld stattfindet und für die sie auf Setzplatz neun steht.

Und wenn Franziska noch ein Stück weiter in die Zukunft schaut, ist sie voller Hoffnung, sich 2010 bei den Weltmeisterschaften in Indien beweisen zu können – dafür muss sie sich allerdings noch qualifizieren. Bei einem so ausgefüllten Terminkalender bleibt für ein Privatleben neben der Schule nicht mehr allzu viel Zeit. „Meine Freunde kommen momentan ein bisschen kurz, es ist gerade alles etwas hektisch. Und abends falle ich meistens direkt ins Bett“, stellt die Elftklässlerin fest. Und als wäre das alles noch nicht stressig genug, hat Franziska 2008 auch noch den Verein gewechselt, den SRC Blieskastel/Homburg verlassen. Sie schlägt nun in der Ersten Liga für den SC Turnhalle Niederrhein in Krefeld auf und ist die jüngste Bundesliga-Spielerin.

Für Franziska, die mit ihrer Familie in Homburg wohnt, bedeutet das an acht Wochenenden pro Saison stundenlanges Zug- oder Autofahren. „Es hat sich aber gelohnt, wir standen am Saisonende auf Platz drei der Tabelle – und ich möchte in Krefeld gerne länger bleiben“, resümiert sie die vergangene Saison. Etwas Negatives kann die 16-Jährige an ihrem Squash-Sport übrigens nicht finden. Und gefährlich findet Franziska squashen trotz fliegender Gummibälle mit Höchstgeschwindigkeiten um die 200 Stundenkilometer auch nicht: „Auch ich habe schon mal Bälle und Schläger an den Kopf bekommen und es unbeschadet überstanden. International sind inzwischen sowieso Schutzbrillen vorgeschrieben.“ Der einzige klitzekleine Wermutstropfen ist die Aussicht, vom Squash-Spielen nicht leben zu können: „Bei Männern ist es wenigstens noch in Ausnahmefällen denkbar, bei Frauen illusorisch.“
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