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Homburgs OB Schöner: „Kombibad wird nicht teurer“

Wie soll das Homburger Kombibad künftig aussehen, in dem die Wasserratten sich tummeln können? Das Hauptgebäude mit Außenbereich ist so geplant, wie auf dem Bild.

Wie soll das Homburger Kombibad künftig aussehen, in dem die Wasserratten sich tummeln können? Das Hauptgebäude mit Außenbereich ist so geplant, wie auf dem Bild.

Gibt es im Bereich des Baugebietes Kombibad an der Kaiserslauterer Straße die von Experten angemahnte Grundwasser-Problematik auf Basis eines veralteten Gutachtens, das die Grundlage für die aktuelle Kostenkalkulation bildet? Führt diese Problematik zu einer zusätzlichen Absicherungsmaßnahme, so in Form einer Betonwanne? Wenn ja: Mit welchen Kosten ist zu rechnen, und wer trägt diese?
Karlheinz Schöner: Nein. Eine Betonwanne war schon immer Bestandteil des geplanten Bades. Wasserundurchlässiger Beton für den Kellerbereich ebenfalls. Daher entstehen keine zusätzlichen Kosten, da diese Planungen Bestandteil des Vertrages sind.


Welches Datum trägt das Grundwassergutachten, das die Basis für die Kostenkalkulation bildet?
Schöner: Es liegt ein Baugrundgutachten aus dem Jahr 1990/ 1991 vor, dazu kommt eine Altlastengefährdungsabschätzung aus dem Jahr 2011, in der auf das Grundwasser Bezug genommen wurde. Außerdem hat der Auftragnehmer diese Untersuchungen selbst fortgeschrieben.


Gibt es eine Hochwasserproblematik auf Basis einer neuen Hochwasserkartierung? Welche Maßnahmen sind gegebenenfalls einzuleiten, mit welchen Kosten sind diese verbunden, und wer wird diese Kosten tragen?
Schöner: Nach Abschluss des Bebauungsplanverfahrens und der Baurechtsschaffung für das neue Kombibad in Homburg wurden Entwürfe von Hochwassergefahrenkarten, die im Auftrag des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz von einem Ingenieurbüro erstellt wurden, bekannt.

Diese auf der Hochwasserschutzrichtlinie der EU und dem Wasserhaushaltsgesetz für Fließgewässer im Saarland basierenden Karten weisen für den Fall eines „hundertjährigen Ereignisses“ (HQ 100) potenzielle Überschwemmungsgebiete für ganz Homburg auf. Im Bereich des Bachlaufs des Erbachs sind hiervon zahlreiche Flächen innerhalb von Homburg betroffen, unter anderem eine kleinere Fläche des künftigen Geländes des Kombibades, aber auch Flächen in den Rohrwiesen oder zum Beispiel am Eduard-Vollmar-Platz. Im Bereich des Kombibad-Geländes ist der Bereich des Gebäudes nicht betroffen, hier handelt es sich um einen Teil der künftigen Liegewiese.

Um dieser Situation zu begegnen, beauftragt die Stadtverwaltung umgehend ein Fachingenieurbüro damit, die vorliegende landesweite und somit großmaßstäbliche Betrachtung dieser potenziellen Hochwasserflächen im Bereich der betroffenen Flächen in Homburg im Detail zu untersuchen. Sollte sich bei dieser Detailprüfung herausstellen, dass es nicht genügend Retentionsraum (Wasserrückzugsraum) für ein etwaiges Hochwasser geben sollte, soll dieses durch geringfügige bauliche Maßnahmen in unmittelbarer Nähe ausgeglichen werden, um mögliche Hochwasserrisiken nicht auf den Bachunterlauf zu verlagern. Kosten für eine solche Maßnahme lägen dann bei der Stadt.


Der Spatenstich wurde für Mitte Juni angekündigt. Bitte konkretisieren Sie die Gründe, warum dieser bisher nicht erfolgt ist.
Schöner: Zunächst ist im Vertrag ein Bauzeitenplan vorgesehen, der eine Fertigstellung zum Ende des Jahres 2014 zusichert. Daher ist der exakte Baubeginn nicht ausschlaggebend. Ungeachtet dessen konnten wir einen Spatenstich im Juni nicht realisieren, weil wichtige Vertreter der bauausführenden Arbeitsgemeinschaft verhindert waren.


Wann ist mit einem Spatenstich und damit mit dem Beginn der Bautätigkeit zu rechnen?
Schöner: Wir streben nun einen Spatenstich und Baubeginn Anfang Juli an.

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