A620 Saarlouis - Saarbrücken Zwischen AS Saarbrücken-Luisenbrücke und AS Saarbrücken-Bismarckbrücke in beiden Richtungen mit Hochwasser ist zu rechnen Eine Einrichtung der Hochwasserumfahrung auf der A 620 für den späten Nachmittag/ Abend kann zur Zeit nicht ausgeschlossen werden. Die Verkehrsteilnehmer werden gebeten, ihre Fahrzeuge vorsorglich nicht im Umfahrungsbereich/ Gefährdungsbereich abzustellen und die mögliche Sperrung in die Fahrzeit einzuberechnen. (11.12.2017, 16:21)

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Horrorunfall im Hochwald fordert einen Toten und vier Schwerverletzte

Symbolfoto.

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Als die alarmierten Helfer am Sonntagabend (19.04.2015) an der Unfallstelle auf der B 407 zwischen Mandern und Hirschfelderhof ankommen, bietet sich ihnen ein „grauenvolles Bild“. So beschreibt der Keller Verbandsgemeinde-Bürgermeister Martin Alten, der selbst bei der Feuerwehr Mandern ehrenamtlich aktiv ist, am Montag im SZ-Gespräch die Szenerie. Auch VG-Wehrleiter Torsten Marx steht noch spürbar unter dem Eindruck des Geschehens vom Vorabend. „Ich habe schon viel gesehen, aber so ein zerstörtes Auto noch nie.“

Gemeint ist mit dieser Aussage ein Opel Corsa, dessen 46-jähriger Fahrer aus Kell am Sonntagabend tödlich verunglückte. Der Mann war mit seinem Kleinwagen auf der B 407 in Richtung Hermeskeil unterwegs, als er nach Auskunft der Polizei kurz nach 20.30 Uhr aus bislang noch ungeklärter Ursache quer über die Fahrbahn rutschte. Ihm kam in diesen Moment ein BMW entgegen, der nicht mehr ausweichen konnte. Beide Autos stießen daraufhin frontal zusammen. Die Wucht des Aufpralls war so groß, dass der Corsa in zwei Teile zerissen wurde. Der 46-jährige Mann wurde aus seinem Fahrzeug herausgeschleudert.

Er hatte keine Überlebenschance und starb noch an der Unfallstelle. Mehr Glück hatten die vier Insassen des BMW . Bei ihnen handelte es sich laut Karl-Peter Jochem vom Polizeipräsidium Trier um zwei Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 48 und 55 Jahren, die in Losheim beziehungsweise Perl wohnen.

Sie trugen bei der Kollision schwere Verletzungen davon und wurden nach der Erstversorgung durch die Helfer in umliegende Krankenhäuser gebracht. Ihnen war es zuvor aber noch aus eigener Kraft gelungen, aus dem Wrack des BMW herauszukommen. Der Wagen ging nämlich nach dem Zusammenstoß in Flammen auf. Auch der Opel Corsa sei völlig ausgebrannt, sagt Marx.

Insgesamt 60 Feuwehrleute aus Waldweiler, Mandern , Schillingen und Zerf waren im Einsatz, um die Autos und eine etwa 20 Quadratmeter große Waldbodenfläche zu löschen. Darüber hinaus kreiste ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera über dem Waldstück nahe der Unfallstelle, während am Boden ein Diensthund der Polizeidirektion Trier mit seiner Führerin das Gebiet absuchte. „Es war anfangs nicht klar, ob der Mann im Corsa allein war oder es noch andere Insassen gab, die ebenfalls herausgeschleudert wurden“, sagt Jochem. Das war nicht der Fall.

Zur genauen Ermittlung der Unfallursache hat die Polizei einen Gutachter beauftragt. Die B 407, auf der es im Vorjahr bereits mehrere folgenschwere Unfälle gegeben hat (siehe Auf einen Blick), war während der Rettungs- und Bergungsarbeiten für zirka drei Stunden voll gesperrt.

 

Zum Thema:

Die Kollision am Sonntagabend (19.04.2015) war dieses Jahr der erste tödliche Verkehrsunfall in der Hochwaldregion. Die B 407 (Hunsrückhöhenstraße) erwies sich aber bereits 2014 als Todesstrecke. Insgesamt sechs Menschen kamen dort im Vorjahr ums Leben. Im April 2014 starb ein 57-jähriger Autofahrer aus dem Saarland bei Zerf .

Anfang September 2014 verunglückten bei Saarburg zwei Schwestern nach einem Frontalzusammenstoß mit einem Lkw tödlich. Zwei Wochen später kam ein 44-jähriger Motorradfahrer aus der Verbandsgemeinde (VG) Kell bei einer Kollision mit einem anderen Motorradfahrer zwischen Irsch und Vierherrenborn ums Leben.

Mitte November 2014 wurde ein 87-jähriger Fußgänger in Irsch von einem Auto überfahren. Ende November erlitt ein 80-jähriger Mann bei einem Unfall nahe Kell so schwere Verletzungen, dass er ihnen einige Zeit später in einem Krankenhaus erlag. ax
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