L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Hunde bleiben an der kurzen Leine

St. Johann. Leinenzwang: Schon das Wort macht Saarbrücker Hundehalter wütend. Sie wollen ihren Liebling ohne Leine laufen lassen, ohne wieder und wieder mit Knöllchen dafür bestraft zu werden (die Saarbrücker Zeitung berichtete). Sie fordern deswegen weitere Freilaufflächen ohne Leinenzwang.

Die SPD-Fraktion hatte zuletzt im Bauausschuss den Antrag gestellt, die Verwaltung solle prüfen, ob solche Freilaufflächen für Hunde möglich sind. Ergebnis der Prüfung: Es sei nicht nötig, „innerhalb der bebauten Ortslage“ zusätzliche Auslaufflächen auszuweisen.
Im Bezirksrat Mitte hat Grünamts-Chefin Carmen Dams das Ergebnis der Prüfung vorgestellt und sich angehört, wie Politiker die Sache sehen.

Hundebesitzer fordern Freilaufflächen
Der Linken-Fraktionsvorsitzende Jens Jacobi sagte, eine solche Auslauffläche, in der Hunde auch mal nicht angeleint laufen dürfen, müsste von allen Wohngebieten aus erreicht werden können. Schließlich gebe es ja gehbehinderte Menschen, die einen Hund haben. Oder Hundehalter ohne Auto, die nicht einfach zum Beispiel zum St. Arnualer Leinpfad fahren können, wo heute schon Hunde ohne Leine laufen dürfen.

Dams fasste das Wichtigste aus der Polizeiverordnung über die Aufrechterhaltung der Sicherheit auf Straßen und Anlagen innerhalb der Landeshauptstadt Saarbrücken vom April 2007 zusammen. Demnach sind auf öffentlichen Straßen und in öffentlichen Anlagen „innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile“ Hunde an der Leine zu führen.

 


In der Verwaltungsvorlage stehen auch Gebiete, wo Hunde bereits heute frei herumlaufen dürfen. Solche Gebiete sind zum Beispiel der Hochwasserschutzdamm in Burbach-Rockershausen, der Bereich um den Netzbachweiher und den Burbacher Waldweiher und das Gebiet im Almet.

Diskussion über Häufchen-Beseitigung
In der Diskussion wurde allerdings schnell klar, dass Politiker und Verwaltung nicht immer dasselbe meinen, wenn sie von Hundeauslaufzonen reden. Der Linke Jacobi glaubt zum Beispiel, dass die Hundehalter in den Auslaufzonen die Häufchen ihrer Hunde nicht beseitigen müssen. Das müssen sie aber sehr wohl, wie Dams betonte.

Nur eine Ausnahme sei derzeit geplant, und zwar für die „Grüne Insel“ auf dem Malstatter Kirchberggelände. „Dort haben sich die Hundehalter aus der Umgebung allerdings bereit erklärt, die Patenschaft für das Gelände zu übernehmen.“ Das heißt: Die Hundehalter wollten das Kirchberggelände sicherer machen, indem sie auch in den Abendstunden ein Auge darauf werfen.

Das bedeute für sie keinen größeren Aufwand, schließlich seien sie auch abends mit den Hunden dort unterwegs, sagte Dams. Sollten sie Probleme feststellen, sei vereinbart, darüber sofort einen Kontaktpolizisten zu informieren. Als Gegenleistung, so Dams, stelle die Stadt einen umzäunten Bereich zur Verfügung, in dem der Hundekot nicht sofort zu beseitigen sei.





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