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Huren verteidigen ihre rollenden Puffs

Saarbrücken. 250 Euro sollen zwei Prostituierte berappen. Dafür, dass sie unerlaubt eine öffentliche Verkehrsfläche zu gewerblichen Zwecken nutzen. Sie verkaufen nämlich Sex in zwei Lieferwagen nahe der Goldenen Bremm (:: wir berichteten).

Die beiden Huren verstehen aber nicht, warum die Stadt Saarbrücken so rigoros gegen sie vorgehen will. Sie droht sogar, die beiden Wagen abschleppen zu lassen. Doch die Frauen wollen nicht nachgeben. Caro: "Ich fühle mich wohl an dieser Straße."

Und den Ärger mit den Nachbarn hält sie nur für einen vorgeschobenen Grund. Caro: "Wir haben auch sehr viel positive Rückmeldung aus der Nachbarschaft - zum Beispiel von Leuten, die mit ihren Hunden spazieren gehen."

Damit es dabei bleibt, schränkten die Geschäftsfrauen ihre Arbeitszeiten ein. Caro: "Wir haben Respekt vor unseren Nachbarn und ihren Kindern. Deshalb verzichten wir auch auf das Nachmittagsgeschäft und arbeiten nur abends und nachts." Sie spricht in diesem Zusammenhang von einer klaren Absprache mit der Stadt.

Beschwerden über schlagende Autotüren und hupende Laster im Umfeld der rollenden Puffs kann sie nicht nachvollziehen. Nahe der Grenze gebe es ein Restaurant. Auf dessen Parkplatz würden die Türen geknallt. Und vor einem Sportwettenbüro ginge es ebenfalls laut zu. Caro: "Verärgerte Jugendliche, die da nichts verloren haben, machen da ab und zu Palaver."

Doch das wollen sich die Frauen nicht gefallen lassen. Caro: "Wenn das Lärm ist, heißt es dann ganz schnell: Das waren wieder die Prostituierten. Aber ich verdiene doch auch nur mein Geld!" szn/hgn


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