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IDS Scheer: Software AG setzt auf Standort Saarbrücken

Auch wenn die Darmstädter Software AG die IDS Scheer AG übernimmt, wird Saarbrücken ein wichtiger Standort bleiben. Das versichert der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Streibich.

Von SZ-Redakteur Lothar Warscheid

Saarbrücken/Darmstadt.
Die Übernahme des Saarbrücker Beratungs- und Software-Hauses IDS Scheer durch die Software AG ist kein Rückschlag für den Informationstechnologie (IT)-Standort Saarland. Das betonte der Vorstandsvorsitzende der Software AG, Karl-Heinz Streibich, in einem Gespräch mit unserer Zeitung. „Das was IDS Scheer ausmacht, wird weiterbestehen: die IT-Experten mit ihrem Wissen und Kundenbeziehungen, die Verbindung von Universität und Markt, das Produkt- und Beratungsgeschäft, die Marke Aris und der Standort Saarbrücken.“ Saarbrücken werde für die Software AG neben Darmstadt und Reston in den USA ein wichtiger Standort bleiben. Das Darmstädter Unternehmen sei immer schon dezentral organisiert gewesen. Auch die Leitungsfunktionen seien international zu finden. In Darmstadt würden rund 750 der insgesamt 3600 Mitarbeiter beschäftigt. „Die Mitarbeiter von IDS Scheer und der Software AG bekommen also die Möglichkeit, für ein größeres, attraktives Unternehmen zu arbeiten“, sagte Streibich.

Aus strategischer Sicht ist es nach Ansicht Streibichs die beste Lösung, „wenn sich die Nummer zwei und drei der deutschen Softwarebranche zusammenschließen“. „Jeder allein ist zu klein, um langfristig gegen die großen internationalen Wettbewerber bestehen zu können. Um auf dem globalen Softwaremarkt erfolgreich zu sein, brauchen Unternehmen eine relevante Größe und Sichtbarkeit“, so seine Ansicht.
„Dieser Zusammenschluss wird uns wesentlich weiterbringen“, sagt der Unternehmenschef. Die Software AG und IDS Scheer hätten ergänzende Produkte und Geschäftsmodelle. IDS Scheer verfüge mit Aris über die weltweit führende Software für Geschäftsprozess-Analyse, betreibe das Beratungsgeschäft für den Walldorfer Software-Riesen SAP und sei in Europa stark – was der Software AG fehle. Das Darmstädter Unternehmen sei erfolgreich bei der Infrastruktur-Software, mit der man Transaktionen und Datenverkehr in großen Netzen organisieren kann. Außerdem verfüge man über eine Menge Geschäft in den USA, Brasilien und Japan. Mit der Fusion würde ein Weltunternehmen geschaffen, das mehr als 6000 Mitarbeiter beschäftige und heute schon einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro erwirtschafte.

Gute Quartalszahlen


Inzwischen hat sich die Software AG nach Angaben eines Sprechers rund 60 Prozent an IDS-Scheer-Aktien gesichert. Im zweiten Quartal wurde ein Umsatz von 176,4 Millionen Euro erwirtschaftet, im Vorjahreszeitraum waren es 168,8 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) hat sich um acht Prozent auf 44,2 Millionen Euro (Vorjahr 40,9 Millionen Euro) verbessert, heißt es in einer Mitteilung. Im ersten Halbjahr beläuft sich der Umsatz auf 341,7 Millionen Euro (plus vier Prozent).

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