A620 Saarbrücken Richtung Saarlouis AS Saarlouis-Mitte Baustelle, Ausfahrt gesperrt bis 22.12.2017 16:00 Uhr (13.11.2017, 11:43)

A620

Priorität: Dringend

7°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
7°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

IHK-Saar warnt: Kleine Unternehmen als potentielle Opfer für Betrüger



St. Wendel/Birkenfeld. Betrüger haben es in jüngster Zeit vermehrt auf kleine Unternehmen abgesehen. Auf zwei ähnliche Vorgehensweisen haben die Industrie- und Handelskammer (IHK) des Saarlandes und die Kripo Birkenfeld hingewiesen. In beiden Fällen werden Unternehmen angeschrieben und um Informationen zur Eintragung in eine Internetdatenbank oder ein Branchenbuch gebeten. Die IHK warnt dabei vor der sogenannten GWE Gewerbeauskunftzentrale.

Die Masche: Unternehmen und Gewerbetreibende erhalten Formulare. „Wer nicht genau hinsieht, kann den Eindruck gewinnen, dass er nur seine Daten bestätigen und eventuell ergänzen muss – tatsächlich schließt er aber mit seiner Unterschrift erst einen teuren Vertrag ab“, schreibt die IHK. Dann versuche die GWE mit einer Flut von Inkassoschreiben, Mahnungen und anwaltlichen Zahlungsaufforderungen Gelder einzutreiben. Die IHK weist darauf hin, dass das Oberlandesgericht Düsseldorf die Methoden der GWE bereits als irreführend und wettbewerbswidrig eingestuft hat. Das Landgericht Düsseldorf habe zudem entschieden, dass GWE die angeblichen Forderungen nicht mehr anmahnen darf.

Die IHK rät allen betroffenen Unternehmen, die auf die Masche der GWE hereingefallen sind, fristgerecht Widerspruch einzulegen und auf die jüngsten Urteile zu verweisen. Im Landkreis Birkenfeld gab es jüngst ebenfalls fragwürdige Angebote an Unternehmen. Mehrfach seien Anfragen an die Kriminalpolizei Birkenfeld gerichtet worden. Im speziellen Fall geht es um den Eintrag in ein Branchenbuch von Stadt und Umkreis. Im „Kleingedruckten“ wird der Anschein erweckt, dass bereits ein kostenloser Standardeintrag erfolgt sei und nun ein Businesseintrag folgen solle oder könne.

Der Preis für diesen fragwürdigen Eintrag beträgt 998 Euro pro Jahr, die Mindestvertragsdauer drei Jahre. Beim genauen Hinsehen stellte sich jedoch heraus, dass der Auftrag an eine englische Faxnummer erfolgen soll, der Firmensitz sich in Karagandy (Kasachstan) befindet. Die Kriminalpolizei rät in jedem Fall, die genauen Geschäftsbedingungen zu lesen, bevor ein Auftrag erteilt wird, der mit erheblichen finanziellen Verpflichtungen verbunden ist. uo/red
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein