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"Ich kann nicht mehr": Die Telefonseelsorge hilft

Homburg. Die Evangelisch-Katholische Telefonseelsorge Saar sucht wieder ehrenamtliche Beraterinnen und Berater für den Dienst am Telefon. „Um die Erreichbarkeit 365 Tage im Jahr rund um die Uhr gewährleisten zu können, brauchen wir viele Ehrenamtliche, die mit gutem Einfühlungsvermögen und hoher Belastbarkeit den Anrufern ein Ohr schenken“, sagt Friederike Walla von der Telefonseelsorge. Erwartet wird die Bereitschaft, sich rund 20 Stunden pro Monat zu engagieren. Seit vielen Jahren engagierten sich auch Männer und Frauen aus dem Saarpfalz-Kreis ehrenamtlich bei der Telefonseelsorge.


Menschen in aktueller, oft langjähriger Not

Rund 28 000 Mal im Jahr klingelt das Telefon bei der Telefonseelsorge. In fast 18 000 Gesprächen erleben die 80 ehren- und hauptamtlichen Berater Menschen in ihrer aktuellen, oft langjährigen Not. Ein Blick auf den Jahresbericht zeige, dass diese Anrufe zugenommen haben (plus drei Prozent), die Themen aus der Arbeitswelt und im Zusammenhang mit Ausbildung benennen. Zudem würden häufig Ängste vor Arbeitsplatzverlust und Versagensängste beschrieben. Oftmals beklagten die Anruferinnen und Anrufer die gesellschaftlichen Ungerechtigkeiten. Häufig verschlechterten diese Rahmenbedingungen die Notlage der Betroffenen oder verschärften Partner- und Familienprobleme oder psychische Probleme.

Fünf hauptamtliche Kräfte

Die Telefonseelsorge ist eine Einrichtung der Protestantischen Landeskirche und der Diözese Speyer. Sie bietet den Menschen rund um die Uhr eine Gesprächsmöglichkeit an. Darüber hinaus ist sie im Verbund mit den 100 anderen deutschen Telefonseelsorgestellen erreichbar. Bei der Telefonseelsorge engagieren sich ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die rund um die Uhr seelsorgerliche Gespräche am Telefon anbieten. Für diese Aufgabe wurden sie sorgfältig ausgebildet. Fünf hauptamtliche Kräfte (ein evangelischer Pfarrer, zwei Psychologinnen und zwei Psychologen) begleiten die Beratungen am Telefon. ,,Die Evangelisch-Katholische Telefonseelsorge und Beratungsstelle Saar ist zuständig für alle Festnetzanrufe aus dem ganzen Saarland. Sie ist damit die einzige bundesweit, deren Zuständigkeitsbereich mit den Landesgrenzen übereinstimmt“, sagt Mohren-Dörrenbächer. Sie fügt an: ,,Somit kommen auch Anrufe aus dem Homburger Raum, der zu einer anderen Landeskirche und einem anderen Bistum gehört, bei uns in Saarbrücken an und finden dort einen Gesprächspartner.“

Eineinhalbjährige Ausbildungsphase

Auch D1-Anrufe aus dem Saarland seien regionalisiert und kämen zunächst in der Landeshauptstadt an. Mohren-Dörrenbächer: „Sollte die Leitung nicht frei sein, kann es zu einer Weiterleitung zur Telefonseelsorge Pfalz kommen.“ Dem Dienst am Telefon ist eine eineinhalbjährige Ausbildungsphase vorgeschaltet. Der neue Kurs beginnt im August. Wer mitarbeiten möchte, kann sich bis zum 31. März für den Ausbildungsgang bewerben. Die Unterlagen dafür können unter Tel. (0800) 1 11 01 11 angefordert oder im Internet runtergeladen werden.

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