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Igitt: Kakerlaken-Plage im Saarbrücker LKA-Gebäude

Von SZ-Redakteur Michael Jungmann

Saarbrücken. Beruflich sind sie Wirtschaftskriminellen auf der Spur, jagen Computerbetrüger und ziehen Falschgeld aus dem Verkehr: Die 17 Mitarbeiter des Sachgebietes 441 beim Landeskriminalamt (LKA) Saar sind aber in den letzten Tagen auch wieder verstärkt als Kammerjäger unterwegs. Im eigenen Interesse verfolgen die Kriminalisten Ungeziefer in ihrer Dienststelle, die in der zweiten Etage eines Eckgebäudes in der Saarbrücker Kaiserstraße untergebracht ist. Kakerlaken, bekannt als Gemeine Küchenschaben, machen den Ermittlern großen Kummer, insbesondere weil die unappetitlichen Insekten als Überträger von Krankheiten gefürchtet sind.

In ihrer Not haben die Kriminalisten eine Resolution unterzeichnet, die auf dem Dienstweg an LKA-Chef Franz Josef Biesel und das zuständige Innenministerium geschickt wurde. Dieses von 13 Mitarbeitern unterzeichnete Schreiben, das unserer Zeitung vorliegt, muss als Notruf verstanden werden: Seit Jahren sei in den angemieteten Diensträumen „ein verstärkter Befall mit Kakerlaken zu beobachten“. Mehrfach sei bereits auf den Missstand hingewiesen worden.

Bekämpfungsaktionen hätten nur vorübergehend für Abhilfe gesorgt. Jetzt sei erneut ein „besonders starker Befall“ in den Büros und in den Treppenaufgängen festzustellen. Wörtlich heißt es in der Resolution: „Kakerlaken werden auf Schreibtischen, in Ablagen, unter den Heizkörpern und auf dem gesamten Teppichboden festgestellt. Dieser Umstand bewirkt bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Ekelgefühl unbeschreiblichen Ausmaßes.“ Beweismaterial für die internen Ermittlungen wurde sichergestellt, fotografiert und an die Amtsleitung adressiert. Ein Beamter erzählt mit ironischem Unterton, dass diese lichtscheuen Untermieter der Polizei schon wiederholt Vernehmungen von Zeugen und Beschuldigten gestört haben.

In ihrem Notruf stellen die betroffenen Beamten fest, es sei niemandem zuzumuten, sich längere Zeit in den Räumen aufzuhalten, oder gar zu essen, noch könne Fremden ein Besuch zugemutet werden. Verstärkt würden die Bedenken, weil Fachleute nicht ausschließen könnten, dass die Schädlinge unbemerkt vom Büro in den privaten Bereich verschleppt werden.

 Neben der LKA-Dienststelle sind übrigens im gleichen Anwesen ein Spielcasino und ein asiatisches Lokal untergebracht. Der Kammerjäger wurde angeblich alarmiert, soll heute nach Dienstschluss bei der Kripo einen Angriff starten.

 Die Ungeziefer-Plage beim LKA und mögliche Gesundheitsgefahren werden wohl auch den Landtag beschäftigen. Stefan Pauluhn, innenpolitischer SPD-Sprecher, kündigte an, er fordere einen Bericht der Dienstaufsicht im Innen- und Gesundheitsausschuss.
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