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Im Einsatz für Saarbrücken

Ohne Standarte und Stern auf der Kühlerhaube, dafür mit dem Fahrrad und warmer Mütze fährt die Saarbrücken-Botschafterin durch Nantes. Annette Langen residiert seit Februar 2008 in der Hauptstadt des Département Loire-Atlantique. Die 29-Jährige ist die erste Botschafterin aus der saarländischen Landeshauptstadt. "Bis Mitte Februar bin ich noch: Jeune Ambassadrice de Sarrebruck à Nantes", erzählt die gebürtige Saarbrückerin und muss selbst ein wenig über ihren Titel lachen. Dieser wurde ihr von der Stadt Nantes verliehen, die mit dem Deutsch-Französischen Jugendwerk und dem Centre Culturel Franco-Allemand das Projekt finanziert. In diesem Kulturzentrum hat Langen ihr Büro.

Wie selbstverständlich verwendet Annette Langen im Gespräch immer wieder französische Begriffe. So erzählt sie von einem "Bureau des Stages", denn neben ihrer Arbeit als Botschafterin ist sie auch Projektbeauftragte für ein deutsch-französisches Praktikumsbüro, das in Kooperation mit dem Frankreichzentrum auf dem Campus der Universität Saarbrücken betrieben wird. Hier berät sie Studierende und junge Berufstätige, die nach Deutschland wollen. "Wie sprechen über ihre Bewerbung und den Lebenslauf. Ich gebe Informationen über Saarbrücken und die SaarLorLux-Region." Außerdem hält sie Kontakt zu mehreren Firmen in Nantes und Saarbrücken, um Studenten Auslandspraktika zu vermitteln. Im vergangenen Jahr fanden junge Nantaiser unter anderem bei der Saar LB, in einer Jugendherberge, beim saarländischen Filmbüro und in einem Fair-Trade-Unternehmen Praktikumsplätze im Saarland.
 
"Als Botschafterin bin ich Ansprechpartner für alle jungen Nantaiser. Damit soll der Städtepartnerschaft ein junges Gesicht geben werden", so Langen, die niemand mit "Exzellenz" anspricht.

Sie ist auch im kulturellen Bereich sehr aktiv. Im vergangenen Jahr hat sie beispielsweise eine "Salle Sarrebruck" ins Leben gerufen. Hier werden Vorträge gehalten und kleinere Empfänge gegeben. "Das Ziel ist, Saarbrücken und das Saarland bekannter zu machen." Im Juni organisierte sie eine Fahrt zum Perspectives-Festival mit vier jungen Nantaisern. "Im Anschluss wurde dann mit den Fotos eine Wander-Ausstellung konzipiert."

Langen war gut auf ihren Auslandsaufenthalt vorbereitet. "Ich habe an der Saar-Uni Interkulturelle Kommunikation und Französische Kultur und Medienwissenschaften studiert. In Nantes habe ich dann wirklich die Praxis dieser Theorien kennen gelernt."

Zum Studium gehörten etliche Sprachseminare, so dass die Kommunikation ihr keine Probleme bereitete. "Ich wurde gleich gut aufgenommen, und die Stadt hat mir von Anfang an gefallen." Nantes ist seit 1965 Saarbrückens Partnerstadt, und 30 000 Studenten machen sie zu einer jungen Stadt.

Infos im Frankreichzentrum der Saar-Uni, Telefon (0681) 302-640 61, E-Mail: c.cottreau@mx.uni-saarland.de
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