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Im Grünen über die Grenze radeln

Nachrichten aus der Region Saarbrücken.

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Alt-Saarbrücken. Ein neuer Radweg verbindet seit kurzem Saarbrücken mit Stiring-Wendel. Er führt direkt durch das Deutschmühlental und kaum über nennenswerte Steigungen und ist damit deutlich bequemer zu fahren, als die bisherige Route über die steile Metzer Straße. „Allerdings ist diese Strecke noch nicht beschildert und somit auch noch nicht so bekannt“, bedauert Kurt Kniebe, der den Weg oft benutzt. Dass die Verbindung zwischen dem Weg entlang des Pulverbaches und dem französischen Ort jetzt fertig ist, sei auf seinen Antrag bei den französischen Behörden zurückzuführen.

Er nennt die Abteilung für Radfahrer- Angelegenheiten bei der Communauté d’Agglomération de Forbach, an die er sich mit seinem Anliegen gewandt hatte. „Das ging recht schnell, im Oktober kam der Bescheid, dass der Radweg auf dem französischen Gebiet gebaut wird“, berichtet der Baubeamte des Umweltministeriums. Er ist leidenschaftlicher Radfahrer und meint, dass geübte Radler die knapp fünf Kilometer lange Strecke bequem in etwa zehn Minuten bewältigen können. Durch das Deutschmühlental müssen die Radler zunächst am Deutsch-Französischen Garten (DFG) vorbeifahren. Zunächst empfiehlt er, den Radweg auf der linken Straßenseite zu nutzen. Erst auf Höhe der Gulliver-Welt im DFG könne man bequem auf dem Radweg auf der rechten Straßenseite fahren.

Der Wechsel der Straßenseite ist an dieser Stelle auch bald notwendig. Denn wo die Dr.- Vogeler-Straße in einem leichten Bogen in Richtung Hauptfriedhof abbiegt, fahren die Rad-Touristen an dieser Stelle in Richtung Frankreich geradeaus weiter. „Das von französischer Seite aktuell neu gebaute Wegstück von etwa 200 Meter knüpft auf deutscher Seite an die alte Straße am Drahtzugweiher an. In Frankreich führt der neue Radweg auf Asphalt an der Kläranlage vorbei durch eine Grünanlage Richtung Stiring- Wendel“, so Kniebe. Von dort kann man über verschiedene Straßen bequem bis zur Mitte Forbachs fahren. Die Beschilderung fehlt noch vollständig, und so wünscht er sich, „dass die Stadt Saarbrücken dieses Defizit aufgreift und in Kooperation mit der französischen Seite verbessert.“

Während für Kniebe meist in Stiring-Wendel die Endstation der Fahrradfahrt ist, weil er dort seinen Enkel besucht, führt der Weg für Radtouristen weiter. Wenn sie wollen, können sie über das anschließende französische Radwegenetz weiter nach Metz radeln. Der alten Route in Saarbrücken über die Bellevue und am Gewerbegebiet vorbei trauert er keine Sekunde nach. „Der alte Weg über die Metzer Straße war schon sehr mühselig – viel Autoverkehr und viele Steigungen“, erinnert sich der 62-Jährige, der auch gelegentlich mit dem Auto unterwegs ist. „Allerdings nicht in Saarbrücken, dort steht man zu oft an roten Ampeln“, schränkt er ein. Zwar sei der neue Radweg entlang der Metzer Straße richtig schön geworden, die Steigungen gebe es aber selbstverständlich nach wie vor. „Die neue Route ist viel bequemer“, sagt er. Kniebe wird, so oft es geht, auf der neuen, geliebten Strecke unterwegs sein, und den Enkel in Frankreich wird es freuen.

Klar, dass der Beamte die neue Möglichkeit des fast steigungsfreien Grenzverkehrs anderen Radfahrern empfiehlt. Zusammen mit einen Ausflugstipp: „Übrigens bauen die Franzosen um Forbach derzeit viele tolle Radwege auf den alten Bahnlinien der stillgelegten Gruben.“

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