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Im Naturpark Freisen ist tierisch was los

Mehr als 400 tierische Bewohner gibt es auf dem weitläufigen Gelände zu entdecken. Am ersten Adventswochenende geht der Park in die Winterpause. Eröffnet wird dann wieder Ende Januar.Am Morgen ist es noch still im Freisener Naturwildpark . Ein lauter Pfiff von Tierpfleger Marvin Broszeit genügt und das Rot-, Dam- und Sikawild trabt aus allen Ecken herbei, versammelt sich auf der Wiese. „Die Tiere denken, jetzt gibt es was zu futtern“, sagt der zum Scherzen aufgelegte Tierpfleger . Gemütlich kommt ein Lama über den Rundweg spaziert und guckt sich neugierig an, was abgeht. Ein Hängebauchschwein samt Baby tappt um das immer noch ungläubig schauende und auf Nahrung wartende Wild herum. „Alle Tiere sollen sich so frei wie möglich bewegen“, so der Tierpfleger . Und das haben drei Babystörche wörtlich genommen. In Freisen ist es ihnen zu kalt geworden und deshalb hat das Trio ihr Sommerdomizil verlassen und ist Richtung Süden geflogen. „Ist doch verständlich“, merkt Broszeit an. Einem Steinbock scheinen die fotografierenden Besucher auf den Zeiger zu gehen. Wie versteinert lässt er die Schnappschüsse über sich ergehen. Berberaffe Peter ist das Blitzlichtgewitter gewöhnt, er fühlt sich dabei sichtlich wohl und schneidet freche Grimassen. Im vergangenen Januar sind Peter und sein Kumpel Willi ausgebüxt, besonders die Suche nach Peter hat mehrere Tage für Schlagzeilen in der SZ gesorgt. „Jetzt sind die insgesamt 17 Berberaffen eingezäunt, pro Tag verspeisen sie 25 Kilogramm Bananen. Jeden Tag machen wir eine Handfütterung“, erklärt Broszeit.

Bei den geselligen Waldrappen herrscht da schon mehr Disziplin. Die Brutpaare des gänsegroßen Schreitvogels haben sich zu einer Kolonie zusammengeschlossen. Die Nasenbären Jack und Sheila liegen noch auf der faulen Haut. Ihre Nachbarn, die Polarfüchse, sind schon quirliger. Dann zeigt Broszeit auf die stattlichen Mufflons und erklärt dazu: „Das Mufflon gilt als das Urschaf.“

Plötzlich klingelt sein Smartphone und er wird zur Greifvogel-Flugshow beordert, um seinem Onkel Martin zu assistieren. Der lässt lautlose Flieger flattern, wie einen sibirischen Uhu. „Die Eulen haben starre Augen und müssen deshalb den Kopf um 270 Grad drehen“, berichtet Falkner Martin Broszeit. Der Wüstenbussard sei der Wolf der Lüfte und der zwölfjährige Weißkopfseeadler Oskar eines von noch 30 Exemplaren in Europa. Marvin Broszeit streift den rauledernen Falkner-Handschuh wieder ab und setzt die Führung auf dem 1,8 Kilometer langen Rundweg fort.

Es wird tierisch königlich. Der nordische Elch Carl-Gustav, Jahrgang 2005, und seine um ein Jahr ältere Silvia geben sich die Ehre. „2007 sind sie zu uns gekommen“, berichtet Marvin Broszeit. Im Naturwildpark ist auch ihre Familienplanung vorangeschritten, die Elch-Babys Viktoria und Madeleine sind dort auf die Welt gekommen.

Die Blaupfauen gelten als Könige unter dem Ziergeflügel. Ihr Verhalten, besonders die Balz, sei einzigartig in der Vogelwelt. Nicht immer seien die lauten Rufe angenehm, würden aber von ihren Liebhabern wegen aller sonstigen Vorzüge akzeptiert. Da stört es niemanden, dass die Hängebauchschweine schon am Vormittag Nachwuchs produzieren wollen. „Sechs Mal am Tag, eine halbe Stunde lang, haben sie ihren Spaß“, weiß Broszeit.

Hoppla, welch ein Kontrast: Den Marderhund gibt es in der naturfarbenen und in der Albino-Ausführung. Etwas weiter kratzt sich ein Waschbär das Fell, ein Fischotter schwimmt durch den Teich. Mehr als 400 Tiere leben im Wildpark. Eine Neuerung auf dem 25 Hektar großen Gelände soll es 2016 geben. In Planung sind dabei ein zweiter Abenteuerspielplatz und ein botanischer Garten.
 
Auf einen Blick Der Naturwildpark in Freisen ist bis zum ersten Advent täglich von jeweils 10 bis 18 Uhr geöffnet. Vom ersten Advent bis zum letzten Januarwochenende ist der Park geschlossen. In den Wintermonaten gibt's keine Flugschau. Kontakt Tel. (0 68 55) 99 64 63, im Internet: www.naturwildpark-freisen.de. frf  
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