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Im Saarland fehlen immer mehr Bademeister

Viele saarländische Bademeister wandern nach der Ausbildung in Nachbarländer ab, weil dort die Bezahlung besser ist.

Viele saarländische Bademeister wandern nach der Ausbildung in Nachbarländer ab, weil dort die Bezahlung besser ist.

Dem Saarland gehen die Bademeister aus. „Landesweit sind derzeit 21 Stellen unbesetzt“, berichtet Bernd Rademacher. Der Vorsitzende des Landesverbandes Deutscher Schwimmmeister Rheinland-Pfalz/Saar sieht verschiedene Gründe für den Mangel. „Zum einen die schlechte Bezahlung, dann der Schichtdienst und letztlich wissen viele ja gar nicht, dass ein Bademeister viel mehr macht, als am Becken zu stehen und aufzupassen.“ Ein Fachangestellter für Bäderbetriebe erteilt Schwimmunterricht, wertet Wasserproben aus, überwacht die technischen Betriebsfunktionen und die Wasserqualität.

 

An Schulen und in den Geschäftsstellen der Agentur für Arbeit wollen Rademacher und Schwimmmeister Andreas Huselstein von der Hermann-Neuberger-Sportschule künftig gezielt für das Berufsbild werben. Sonst nehme der Mangel in absehbarer Zeit erheblich überhand, drohe einigen Bädern gar die Schließung. Denn das Durchschnittsalter der Bademeister liege derzeit zwischen 45 und 50 Jahren. Viele Ältere würden demnächst in Rente gehen, „und es kommt nichts nach“, klagt Rademacher, der in seinem Landesverband noch eine Besonderheit ausgemacht hat: „Viele wandern, wenn sie mit der Ausbildung fertig sind, in umliegende Länder ab.“ Dort sei die Bezahlung besser und die Belastung durch Überstunden – auch eine Konsequenz aus dem Fachkräftemangel – geringer. „In Luxemburg verdient man beispielsweise das Doppelte“, berichtet Rademacher. Aber auch in der Schweiz und in Frankreich würde gemeinhin besser bezahlt. Hierzulande erhält ein Einsteiger rund 2000 Euro brutto im Monat, Meister bis zu 3200 Euro.
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