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Im Saarland sind noch 500 Lehrstellen frei

Für viele junge Männer ist Kfz-Mechatroniker nach wie vor ein Traumberuf. Im Saarland sind noch 21 Lehrstellen frei.

Für viele junge Männer ist Kfz-Mechatroniker nach wie vor ein Traumberuf. Im Saarland sind noch 21 Lehrstellen frei.

Wer davon träumt, später einmal als Fotograf, Schornsteinfeger oder Kosmetiker zu arbeiten, sollte sich beeilen. Denn in diesen Berufen gibt es im Saarland nur noch jeweils einen Ausbildungsplatz zu vergeben. Das geht aus der Lehrstellenbörse der saarländischen Handwerkskammer (HWK) hervor. Rund 400 Ausbildungsplätze im Handwerk seien derzeit noch zu ergattern, sagt Justus Wilhelm, Bereichsleiter Ausbildung bei der HWK. An oberster Stelle mit 44 freien Plätzen steht der Friseurberuf, gefolgt von der Ausbildung zum Elektroniker (42). Wilhelm rät Interessenten dennoch zum „Gasgeben“. Schließlich beginne die Berufsschule bereits Anfang September. Zudem seien Unternehmen bei beliebten Berufen wie dem Kraftfahrzeugmechatroniker (noch 21 freie Plätze) wählerisch: „Der Wunsch alleine reicht nicht. Man muss auch was mitbringen.“

 

Für Schulabgänger, die jenseits der handwerklichen Berufe ihr Glück versuchen möchten, hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) an der Saar noch 100 Ausbildungsplätze zu bieten. Wie die Kammer gestern mitteilte, werden vor allem im kaufmännischen Bereich, in der Gastronomie und vereinzelt auch in gewerblich-technischen Berufen Azubis gesucht. Das größte Angebot gibt es unter den Kaufleuten für Büromanagement (25 freie Stellen) und den Kaufleuten für Dialogmarketing (13). Insgesamt sind im Saarland demnach noch rund 500 Lehrstellen unbesetzt.

 

Für dieses Jahr zählt die IHK bis Ende Juli 2729 geschlossene Ausbildungsverträge. Ein Ergebnis, das laut Kammer kaum vom Vorjahr abweicht und das dritte Jahr in Folge konstant bleibt. Im Handwerk liege die Zahl der geschlossenen Lehrverträge bei knapp 1400 und sei im Vorjahresvergleich um 1,5 Prozent gestiegen. Eine ermutigende Bilanz, findet Wilhelm. Denn in den vergangenen zehn Jahren sei die Zahl der Auszubildenden insgesamt um 30 Prozent zurückgegangen. Hauptursache: der demografische Wandel.

 

Doch der ist nicht das einzige Problem, sagt Fabian Schulz, Hauptgeschäftsführer des Einzelhandelsverbands Saar. Der Trend zum Studium sei unverkennbar. Auch der Handel habe es deshalb immer schwerer, geeignetes Personal zu finden. Deshalb hätten sich die Tarifpartner im Jahr 2013 auch darauf geeinigt, die Ausbildungsvergütung im ersten Jahr von 690 auf 755 Euro brutto zu erhöhen. Ob das Anreiz genug ist, um die noch freien Lehrstellen zu besetzen, wird sich zeigen.
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