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Im Zimmer mit Derrick: In der Eifel gibt's jetzt ein Krimi-Hotel

Hillesheim. Bei James Bond steht das Bond-Girl im goldenen Bikini neben dem Bett. Bei Derrick hängen seine „originalen Tränensäcke“ an der Wand. Und Miss Marple hat Teetasse, Regenschirm und Strickzeug liegengelassen. Im neuen Krimi-Hotel in Hillesheim (Kreis Vulkaneifel) haben Top-Agenten und Krimi-Stars eigene Zimmer. Zwischen Filmplakaten und Handschellen können Krimifans in dem 100 Jahre alten Gebäude in die Welt der Verbrechen abtauchen.

Elektronische Überraschungs-Knöpfe

„Wir sind das erste Krimi-Hotel in Deutschland“, sagt Direktor Christoph Böhnke. Die neue Krimi-Hochburg wird heute eröffnet. Im Prinzip ist das Haus mit seinen Türmchen und Erkern „ein ganz normales Hotel“. Mit Bett und Bad eben. „Beim Träumen aber wird man anders inspiriert“, meint der 35-Jährige. Sitzt doch bei Alfred Hitchcock ein schwarzer Vogel im Zimmer, liegt bei Bond das Metall-Gebiss vom „Beißer“ aus oder sind an Duschvorhängen Handabdrücke zu sehen. Und: In allen Zimmern gibt es elektronische Überraschungs-Knöpfe. Drückt man diesen bei „James Bond“, ertönt die passende Musik und eine Stimme: „Mein Name ist Bond. James Bond.“ Oder bei „Derrick“: „Harry, wir brauchen den Wagen. Sofort.“

Zehn Zimmer hat Böhnke bereits einem „Helden“ der Krimiszene gewidmet. Vier weitere sind noch in Planung. Der gebürtige Aachener hat das Haus im Mai 2009 gepachtet – und dann gemeinsam mit Krimiautor Ralf Kramp ein Konzept entwickelt. „Wir sind viel gemeinsam über Trödelmärkte gezogen, um die passende Einrichtung zu finden“, sagt Kramp. Ab Herbst soll es im Hotel auch „Krimi-Wochenenden“, Krimi-Dinner und „Mitmach-Krimi“-Veranstaltungen geben.

150 Autoren lassen in der Eifel morden und rauben

„Eine großartige Sache“, sagt Krimiautor Jacques Berndorf. Ein solches Hotel habe in der Krimilandschaft Eifel noch gefehlt, meint der 73-Jährige, der als „Guru und Erfinder des Eifel-Krimis“ gilt. Klar, dass auch Berndorf ein Zimmer im Hotel hat. Dort wünscht er den Gästen „in dieser mörderischen Gegend“ gute Nacht. Die Eifel ist laut Kramp „Deutschlands Regionalkrimi-Landschaft Nummer eins“. Um die 150 Autoren lassen dort bereits morden und rauben, sagt Berndorf.

Zeit und Stil des jeweiligen Kommissars

Rund 200 000 Euro hat Böhnke in das Krimihotel gesteckt. Jedes Zimmer entspricht Zeit und Stil des jeweiligen Kommissars. Bei Derrick sieht es nach den 1970er Jahren aus, bei Miss Marple schmücken englische Blümchengardinen die Fenster. Kramp sitzt am liebsten bei Sherlock Holmes im Zimmer. „Die Betten sind hoch genug. Da kann man prima Leichen drunterschieben“, sagt er lachend. Na dann, gute Nacht!

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