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Immer mehr Saarländer wollen in der Stadt wohnen

Blick auf Kaffee-Tische auf dem Saarbrücker St. Johanner Markt.

Blick auf Kaffee-Tische auf dem Saarbrücker St. Johanner Markt.

Saarbrücken. Im Saarland nimmt die Landflucht weiter zu. Das ist die Bilanz der saarländischen Makler, die gestern den neuen Preisspiegel für das Land präsentierten. Burkhard Blandfort (Foto: Rau), stellvertretender Vorsitzender des Immobilienmaklerverbandes IVD West, macht die Erkenntnis an steigenden Preisen für Mietwohnungen, Eigentumswohnungen und Baugrundstücke in den Städten fest. Dagegen sei es auf dem Land inzwischen deutlich schwieriger, „sein Häuschen an den Mann zu bringen“, erklärte er.

In Saarlouis sind die Mieten in guten Lagen laut IVD gegenüber dem Vorjahr um 22 Prozent gestiegen. Und in Saarbrücken müsse man in Top-Lagen über neun Euro Kaltmiete pro Quadratmeter bezahlen. In der Landeshauptstadt sei zudem ein deutlicher Anstieg bei den Preisen für Baugrundstücke zu erkennen, hieß es. Mittlere Lagen seien hier um neun Prozent, gute sogar um 22 Prozent teurer geworden.

Vor allem die Bildungs-, Verwaltungs- und Handelszentren Saarbrücken, Homburg und Saarlouis profitieren laut Blandfort von dem Trend. Ehemalige Bergbaustädte wie Neunkirchen und Völklingen haben den Strukturwandel nach Ansicht des IVD dagegen noch nicht vollzogen.

Insgesamt habe sich der Immobilienmarkt im vergangenen Jahr positiv entwickelt, sagte Blandfort. Dies sei vor allem der Krise geschuldet, die den Anlegern das „Betongold“ wieder attraktiv erscheinen lasse. ?  Im Segment der Einfamilienhäuser seien bei gut ausgestatteten Häusern vor allem Wohnlagen wie Neunkirchen, St. Ingbert und Dudweiler gefragt. Hier zogen die Preise bis zu sechs Prozent an. In Dillingen, Ottweiler und Merzig legten einfach ausgestattete Häuser beim Preis ähnlich stark zu. 

Für Landregionen – vor allem im Nordsaarland – sei mittelfristig eine gegenläufige Entwicklung zu erkennen. „Es wird immer häufiger zu Leerständen kommen, bei denen die Verkäufer ihre Objekte über längere Zeit nicht verkaufen können“, sagte Blandfort. Deshalb müssten die Gemeinden dort auch über Rückbau-Programme nachdenken. Wenn leerstehende Wohnruinen gekauft und abgerissen würden, sei das eine Chance, die Attraktivität der Orte zu erhöhen.
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