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In 15 Jahren sind nur noch 474 000 Saarländer erwerbsfähig

Der demografische Wandel trifft das Saarland in den nächsten 15 Jahren mit voller Wucht. Nach der neuen Vorausberechnung der Statistischen Ämter von Bund und Ländern wird die Zahl der Saarländer bis 2030 um rund 96 000 sinken. Dann hätte das Land nur noch etwa 895 000 Einwohner. Der Rückgang von knapp zehn Prozent ist bundesweit der dritthöchste. Nur in Thüringen (minus elf Prozent) und Sachsen-Anhalt (minus 15) fällt er noch stärker aus, der Bundesschnitt beträgt zwei Prozent.

Neben der schrumpfenden Einwohnerzahl – die Statistiker sprechen von einer „rapiden“ Abnahme – wird sich auch die Altersstruktur stark verändern. Besonders deutlich sinkt die Zahl der Menschen im Erwerbs alter von 20 bis 65 Jahren. Gehörten Ende 2013 noch 606 300 Saarländer zu dieser Gruppe, werden es 2030 gut ein Fünftel weniger sein, nämlich rund 474 100 Menschen. Im gleichen Zeitraum sackt die Zahl der unter 20-Jährigen um 15 Prozent auf 138 400 ab, die Zahl der über 65-Jährigen steigt um mehr als ein Viertel auf 282 200. Damit kommen auf die arbeitende Bevölkerung massive Belastungen zu. Standen Ende 2013 im Saarland 100 erwerbsfähigen Personen rund 63 Rentner , Kinder und Jugendliche gegenüber, dürfte der Wert in 15 Jahren bei 89 Personen liegen.

Die Prognose geht von einer jährlichen Nettozuwanderung von 1100 Ausländern aus. Die Flüchtlingswelle könnte also zu anderen Ergebnissen führen. Bis Ende August stellten im Saarland knapp 9000 Flüchtlinge einen Asylantrag, rund 3800 von ihnen wurden jedoch auf andere Länder verteilt. Die Anerkennungsquote bei den hier Verbliebenen betrug im ersten Halbjahr rund 85 Prozent.
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