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In Bruchhof war ein Kran im Einsatz, um einen Falkenhorst an einer Hauswand anzubringen

Turmfalken sind in Bruchhof schon länger ansässig. Und die Bürger tun alles dafür, dass es auch so bleibt. Fotos: Reichhart/Maack (2)

Turmfalken sind in Bruchhof schon länger ansässig. Und die Bürger tun alles dafür, dass es auch so bleibt. Fotos: Reichhart/Maack (2)

Der Kasten sieht nicht einladend aus: braun und plump. So sehen es Menschenaugen. Aber ein Turmfalkenpaar, das auf der Suche nach einer geeigneten Brutstätte ist, hat einen ganz anderen Blickwinkel: Super, ein geschützter Ort, da lassen wir uns nieder.

Jedenfalls hoffen das Jessica und Jörg Taubner, die jetzt an ihrem Haus in der Kaiserslauterer Straße in Bruchhof einen Nistkasten haben anbringen lassen. Dass Turmfalken Bruchhof mögen, ist seit Jahren bekannt, sie nisten dort in Scheunen und Bäumen. Und auch in einer hohen Tanne an der Hauptverkehrsstraße, wo sie aber oft gestört werden.

Deshalb haben Taubners sich an den Nabu gewandt und um Hilfe gebeten. „Wir beobachten diese interessanten Vögel schon seit Jahren und sehen, wie sie hier herumkreisen und nach einem Platz suchen“. Da das Ehepaar Tiere mag, haben sie Pfarrer Winfried Anslinger in seiner Funktion als Naturschützer angesprochen, der ihnen prompt einen Nistkasten hatte besorgen können.

Nun fehlte nur noch jemand, der den Kasten ans Haus schraubte. „Die Feuerwehr hat sowas früher gemacht, hat es aber aus versicherungstechnischen Gründen ablehnen müssen“, sagt Jessica Taubner. Und so sprang die Firma Simon und Boßlet ein, die einen kleinen Kran mit Arbeitsplattform besitzt, der dafür bestens geeignet ist. Chefin Heike Boßlet betont, dass das praktische Gerät eigentlich beim Schneiden von Bäumen und hohen Hecken zum Einsatz komme, „aber wir haben damit auch schon Katzen und verletzte Vögel gerettet“.

In einem Fall sei sie sogar bis St. Wendel gefahren, um ein junges Eichhörnchen zu retten, das dann mit der Nuckelflasche aufgepäppelt werden musste. Den Einsatz bei Taubners macht die Firma kostenlos, „als Beitrag zum Naturschutz“.

Die Falken sind derzeit gesund und munter, „sie haben noch nicht mit der Balz angefangen“, hat Jessica Taubner festgestellt, „vielleicht haben wir ja Glück und sie kommen von der unbequemen Tanne zu uns herüber und brüten hier“. Turmfalkenjunge am eigenen Haus, dann wäre für Taubners der Sommer perfekt.

 

Zum Thema:

Auf einen BlickDer Turmfalke ( Falco tinnunculus) ist nach dem Mäusebussard der häufigste Greifvogel in Mitteleuropa. Vielen ist der Falke vertraut, da er sich auch Städte als Lebensraum erobert hat und oft beim Rüttelflug zu beobachten ist. Im Saarpfalz-Kreis ist der Turmfalke schon immer heimisch gewesen. In diesem Jahr soll es wieder einige Brutstätten um Bruchhof herum geben. red
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