L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

L125

Priorität: Dringend

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In Dudweiler kann man seit Jahren verwahrloste und teils verfallene Gebäude bestaunen

Vor Jahren hat es hier gebrannt. Ein Teil der Außenmauern steht noch. Fotos: Becker Bredel

Vor Jahren hat es hier gebrannt. Ein Teil der Außenmauern steht noch. Fotos: Becker Bredel

Im Stadtbezirk gibt es mehrere Ruinen und das seit Jahren. Zuletzt berichteten wir vor zwei Jahren über die baufälligen Gebäude, die Stadt sagte damals für jede der drei Örtlichkeiten bestimmte Maßnahmen zu. Was daraus geworden ist, haben wir uns jetzt noch mal angesehen.

In der Wiesenstraße/Ecke Sulzbachstraße steht ein verfallenes Einfamilienhaus kurz vor dem Huberweiher. 2014 konnte man es problemlos betreten, spielende Kinder fanden leicht ein riskantes Versteck, und man erinnert sich schnell daran, dass es noch nicht allzu lange her ist, als in Dillingen ein Kind von einer umstürzenden Mauer in einer solchen Ruine erschlagen wurde. Die Stadt versprach damals ein ordnungsbehördliches Verfahren, damit der Eigentümer seine Sicherungspflichten erfüllt. Das scheint Früchte getragen zu haben. Ein Bauzaun sperrt inzwischen die Ruine ab, ohne Kletterei kommt man nicht mehr aufs Gelände. Thomas Blug, der Sprecher der Stadtverwaltung, bestätigt das: „Die groben Gefahrenstellen am Haus Sulzbachtalstraße 36 a sind beseitigt. Das offene Kellerfenster soll noch mit einer Holzplatte verschlagen und die direkte Zutrittsmöglichkeit ins Gebäude über die niedrige Mauer soll mit einem Bauzaun oder einer Barke abgesperrt werden. Außerdem wird der Eigentümer mit einer Ordnungsverfügung dazu verpflichtet, eine dauerhafte Absperrung herzustellen.“ Das Verfahren ist also noch nicht abgeschlossen, aber schon ist etwas passiert.

Anders sieht es in der Bahnhofstraße aus. Dort steht ein baufälliges Wohnhaus. Nachbarn berichten, dass die Böden verfeuert wurden und im Hof liegender Müll die Ratten anziehe. Zudem würde weiterer Müll von Dritten dazugeworfen. Der Zustand sei unerträglich, aber es passiere nichts. Seit die dort wohnhafte Familie 2014 vom Sozialamt umquartiert worden sei, verfalle das Haus trotz seiner schönen Sandsteinfenster.

Die Stadt kündigte schon 2014 eine „Ersatzvornahme“ an. Dieser Verwaltungsbegriff könnte auf einen Abriss zu Lasten der Stadt hindeuten. Doch geschehen ist bislang nichts, der Müll türmt sich. Die Stadt sieht keinen Handlungsbedarf. Blug: „Die Eigentümer des Hauses Bahnhofstraße 29 sind mittellos. Das Gebäude ist so weit gesichert, dass keine Ziegel-, Schornstein- oder Dachteile auf den Gehweg fallen können. Außerdem wurde es verschlossen. Damit sind unmittelbare Gefahrenquellen beseitigt.“

Wenige Schritte weiter steht die Ruine eines vor Jahren abgebrannten Handwerksbetriebes. Verkohlte Dachbalken liegen unberührt im Grundstück, umringt von eingefallenem Mauerwerk. Hier wurde ein Bauzaun errichtet, eine Lücke sorgt jedoch für einen problemlosen Zutritt. Aber auch hier wird der Zustand wohl kaum in absehbarer Zeit geändert. Thomas Blug sagt dazu: „An der Brandruine hinter der Bahnhofstraße 5 sind alle Mauern so weit abgerissen, dass keine Gefahr besteht. Als Absicherung zu den Parkplätzen hin wurde ein Bauzaun aufgestellt. Die unmittelbaren Einsturzgefahren sind beseitigt. Von Zeit zu Zeit finden auf dem Anwesen Ortstermine statt.“ Man will die Sache also im Auge behalten.

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