Saarland: Im Bereich Nordsaarland: Gefahr durch Schnee- und Eisglätte. (09:50)

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In Fechingen wird kräftig investiert

Fechingen. Regen plätschert in das große Außenbecken des Fechinger Bades, zeichnet Ringe aufs Wasser. Im Hallenbad hingegen gähnende Leere. Und Baustellenlärm, denn die Handwerker müssen sich sputen: „Den Eröffnungstermin April werden wir klar einhalten“, verspricht Rainer Hück, Prokurist der Bäderbetriebsgesellschaft Saarbrücken (BBS), beim Baustellenrundgang mit der SZ.
180.000 Besucher pro Jahr

Bis das Bad wieder aufmacht und die Besucher – etwa 180.000 jährlich – wiederkommen können, ist allerdings noch viel zu tun. Die Fassaden und das Dach werden gedämmt, damit sie weniger Wärme abgeben. Außerdem entsteht ein Anbau im Stil eines Wintergartens. Ursprünglich hätte der Umbau schon im April 2010 beginnen sollen, dann aber ging’s doch erst im Mai los.
Hück erläutert: „Damals fragten uns Vereine, die hier trainieren, ob sie noch bis Mai weitermachen können.“

Weitere Verzögerungen habe es im Juli und August gegeben. Damals entdeckten die Arbeiter Baumaterial mit Asbest und und dem Schadstoff PCB. „Das mussten wir erst mal untersuchen. Es wurden zwar nur minimale Belastungen unterhalb der Grenzwerte entdeckt, aber wir ersetzen das Material dennoch“, sagt Hück.
Außerdem stürzte bei der Sanierung die Decke über den Umkleidekabinen ein. Auch die Winterkälte behinderte die Bauarbeiten. „Zimmerer und Dachdecker können ihr Material nur bei etwa vier Grad Lufttemperatur und und trockenem Wetter verbauen“, sagt Hück.
Geld aus Konjunkturpakt

Damit in der Schwimmhalle künftig ein stabiles Klima herrscht, werden die Außenwände isoliert und neu verputzt. Das Dach und die Fenster werden erneuert. „Der Anbau bietet künftig Raum für Liegen, ein Solarium und eine Spielecke für Kinder“, beschreibt Hück.
Insgesamt investiert die BBS rund 2,2 Millionen Euro ins Fechinger Bad – 250.000 Euro mehr als geplant. Damit bezahlt die BBS den Anbau und bringt auch das Foyer und die Festhalle in Ordnung.

Das Geld für die Wärmedämmung kommt aus dem „Konjunkturpakt Saar – Kommunale Projekte“. Saarbrücken gibt für seine fünf Bäder 3,5 Millionen Euro im Jahr aus. Hück glaubt, dass die Energiekosten im Fechinger Bad – derzeit 250.000 Euro im Jahr – dank der Sanierung um ein Fünftel schrumpfen.

Mit einem Tag der offenen Tür bei freiem Eintritt will die BBS im April den Abschluss des Umbaus feiern. Aber der Termin dafür steht noch nicht fest. 
 
Stichwort
Den Förderverein Fechinger Bad gibt es seit dem Frühjahr 2010. Damals wollte die Stadt das Bad zumachen, um zu sparen. Christel Weins, die Vorsitzende des Fördervereins, erklärt: „Natürlich ist die Baustelle eine Belastung für Fechingen und für die Vereine, die das Bad nutzen.“ Sie meint den Alt-Saarbrücker Turn- und Sportverein ATSV, die DLRG und den TV Fechingen. Weins: „Andererseits sind wir froh, dass das Bad jetzt nicht geschlossen, sondern saniert wird.“ hcr
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