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In Frankreich gestorbene Saarbrückerin wird endlich überführt

Im grenznahen Restaurant Woll in Spicheren starb Hannelore Spreier - nun ist eine Lösung bei der Überführung gefunden..

Im grenznahen Restaurant Woll in Spicheren starb Hannelore Spreier - nun ist eine Lösung bei der Überführung gefunden..

Die Debatte, wer für die Beisetzung der am 30. April im französischen Spicheren gestorbenen Saarbrückerin aufkommt, hat eine Wendung erfahren: Hannelore Spreier wird nun doch in Deutschland beigesetzt. „Aufgrund des Artikels in der Saarbrücker Zeitung hat sich die Saarbrücker Oberbürgermeisterin Charlotte Britz bei mir gemeldet und Hilfe angeboten“, sagt ihre Tochter Isabelle Roden. So habe die Stadt zugesagt, die Kosten für die Überführung der Urne nach Deutschland und die Beisetzung vorzustrecken. Zur genauen Summe machte Roden keine Angaben.
Die 60-jährige war beim Tanz in den Mai im grenznahen Restaurant Woll völlig unvermittelt gestorben. Wäre sie in Deutschland gestorben, hätte die deutsche Sozialbehörde für die Beerdigung Spreiers, die trotz eines Vollzeit-Jobs auf die Unterstützung der Arbeitsagentur angewiesen war, zahlen müssen. Doch laut Gesetz ist die Sozialbehörde des Landes zuständig, in dem die Betroffene gestorben ist. Die Tochter, die derzeit Hartz IV bezieht, müsste den Antrag auf Kostenübernahme also bei den französischen Behörden stellen. Wie lange ein solcher Prozess dauert, ist unklar. Zwischenzeitlich hatte die 38-Jährige daher erwogen, die Mutter in Frankreich beisetzen zu lassen. „Ich bin sehr erleichtert, dass die Beerdigung in Deutschland doch möglich ist“, sagt Roden und kündigt an: „Ich werde mich an das französische Konsulat wenden, um die Kosten erstattet zu bekommen.“ Dann könne sie das zinslose Darlehen der Stadt zurückzahlen.

Tochter bedankt sich für die Hilfe

Überwältigt ist die 38-Jährige von der Unterstützung, die sie von ihrer Familie und dem Freundeskreis erhält. Aber auch über die Anteilnahme, die sie von Fremden aufgrund des SZ-Artikels erfahren habe. „Ich möchte mich bei allen für die Hilfe bedanken“, sagt Roden. Insbesondere bei den Mitarbeitern der Stadt Saarbrücken und dem Bürgermeister von Spicheren, Jean-Charles Giovanelli. Dieser habe sich in den Wochen der Ungewissheit „sehr fürsorglich“ um sie gekümmert.

Wann die Beisetzung stattfindet, habe sie noch nicht festgelegt. „Damit lasse ich mir Zeit, bis ich etwas zur Ruhe gekommen bin.“ Dann könne sie auch endlich um ihre Mutter trauern.
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