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In Lolas Bistro in Saarbrücken feiert man dieses Jahr Schwarz-Weiß

Saarbrücken. Wer sagt denn, dass Fadengardinen nur für Spießer-Wohnzimmer tauglich sind? In Lolas Bistro hängen sie dieses Jahr wie riesige Zylinder und Leinwände von der Decke. Oliver Häfele, der mit seiner gleichnamigen Firma für Visuelle Kommunikation schon im achten Jahr die vornehme Aufgabe hat, die schnöde Garage wieder in einen Festivalclub mit Ambiente zu verwandeln, erinnern die Faden-Dinger an „Barcodes“. Es ist Montagmittag. Seit eineinhalb Stunden steht Häfeles Mitarbeiterin Antje an einem Kompressor, um mit stoischer Geduld hunderte von weißen Ballons mit Luft auf bis zu 2,50 Meter Durchmesser aufzublasen, die der Chef persönlich mittels Hebebühne einzeln an der Decke befestigt. Diesmal soll der Club ein „bisschen futuristisch“ werden und „ziemlich geradlinig“, sagt der gelernte Dekorateur. Das Farbmotto heiße „Black & White“, in Anlehnung an das Festival-Plakat, das ja auch in schwarz und weiß gehalten sei. Auf dem grauen Estrich wird seine Truppe am Nachmittag schwarzen Teppichboden ausrollen. In die Mitte kommen Podeste, in geraden Reihen, die mit 400 schwarzen und weißen Kissen bestückt werden. „Sieben Jahre lang hatten wir immer andere Stühle, jetzt können sich die Zuschauer nach dem stundenlangen Sitzen auf Kinosesseln mal ausstrecken und langmachen, auf den Podesten ist alles erlaubt“, meint Häfele grinsend. Auch das DJ-Pult wird diesmal anders platziert, statt auf der Empore stehen „Denis & ich“ mitten im Geschehen, um unaufdringliche Lounge-Musik aufzulegen.

Gute Nachricht für Raucher: Sie müssen sich nicht ins kalte Foyer zurückziehen, sondern dürfen im Kleinen Klub qualmen, der als Kaffee-Bar ganz in Braun daherkommt. Drei Tage brauchen Häfele und seine zehn Mitarbeiter für den Aufbau. Als letztes gehen heute Abend die Lichttechniker ans Werk, bevor sich um Punkt 22 Uhr die Clubtür für die erste lange Nacht öffnen wird. Schon während das Festival läuft, weiß Häfele, welche Deko-Richtung er im Jahr darauf einschlagen wird. „Da fällt einem meist was auf, was man besser machen möchte“, sagt Häfele. Da seine Firma die Deko sponsert, kostet sie das Festival keinen Cent. Dafür dient der Club Häfele als „Showroom“, in den er Kunden einlädt, die die Ausstattung für Events mieten. Nicht nur Lolas Bistro stattet Häfele aus, auch die Blaue Stunde, das K4-Forum, die Presselounge im CineStar und die Foyers in der Congresshalle. Für sein Team bedeutet das Festival daher Großeinsatz: „Gerade Lolas Bistro ist ziemlich betreuungsintensiv“, sagt Oliver Häfele: „Wenn einer nachts was verschüttet, schneiden wir morgens das Stück Teppich raus und setzten ein neues ein.“ Nicht zu vergessen die Faden-Gardinen. „Die muss man schon öfter mal kämmen“, seufzt der Chef.

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