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In Luxemburg ist immer noch Sparkurs angesagt

Luxemburg. Die Wirtschafts- und Finanzkrise ist an Luxemburg nicht ohne Schaden vorbei gegangen. Im Krisenjahr 2009 gab es beim Bruttoinlandsprodukt (Bip) ein Minus von 3,7 Prozent. Mit einem Plus von 3,8 Prozent wurde der Wachstumsverlust im vergangenen Jahr nahezu wieder ausgeglichen. Für dieses und das kommende Jahr sieht die Luxemburger Zentralbank ein Wachstum von 2,9 Prozent beziehungsweise 3,2 Prozent voraus. Dennoch sei die ,,Krise noch nicht verdaut“, wie Zentralbankchef Yves Mersch vor Journalisten erklärte. Denn die Wachstumsprognosen für die nähere Zukunft lägen deutlich unter den Zuwächsen vor der Krise. Damit sei die Finanzierung des Sozialsystems in Frage gestellt.

Arbeitslosigkeit: Spürbarer Trend nach oben

Unzufrieden zeigt sich die Zentralbank auch mit der voraussichtlichen Entwicklung bei Arbeitslosigkeit, Inflation und Staatshaushalt. So soll die Geldentwertung mit 2,3 Prozent in 2010, 2,3 Prozent in 2011 und 1,8 Prozent in 2012 rund die Hälfte über den Werten der Nachbarländer liegen. 2009 hatte die Inflationsrate noch bei 0,4 Prozent gelegen.

Und bei der Arbeitslosigkeit zeigt sich ein spürbarer Trend nach oben. Sie werde voraussichtlich von 5,8 Prozent (2009) über 6,1 Prozent (2010), 6,3 Prozent (2011) auf 6,4 Prozent (2012) ansteigen. Die Verschlechterung der Lage auf dem Luxemburger Arbeitsmarkt wird nicht allein der konjunkturellen Entwicklung, sondern auch strukturellen Problemen zugeschrieben. Etwa indem sich die Langzeitarbeitslosigkeit weiter ausbreitet. Damit nähert sich die Arbeitslosenquote über die nächsten drei Jahre den Verhältnissen im Saarland an.

Haushaltsdefizit steigt auf 1,9 Prozent

Die schwierigere gesamtwirtschaftliche Lage Luxemburgs wird sich auch auf die Staatsfinanzen des Großherzogtums auswirken, indem das Haushaltsdefizit von 0,7 Prozent (2009) auf 1,9 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung in 2012 ansteigt. Die Zentralbank hält sogar für das Jahr 2015 ein Haushaltsminus von 3,5 Prozent für möglich, was über der europäischen Vorgabe von drei Prozent läge. Deshalb ist auch in Luxemburg hartes Sparen angesagt. Allein 600 Millionen Euro im Jahr, um wegfallende Einnahmen auszugleichen. Daher mahnt die Zentralbank die Regierung Luxemburgs, endlich gegenzusteuern. Vorerst sehen die Zentralbanker dafür aber noch keine Anzeichen. Andere europäische Länder seien da schon weiter.

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