Saarland, Saarlouis, B 51 Umgehungsstraße Ensdorf Saarlouis, in Höhe AS Lisdorf, Gefahr durch eine Unfallstelle, Verkehr wird an der Unfallstelle vorbeigeführt (09:16)

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In Sulzbach brennt ein Berg



Rauchschwaden liegen über dem Sulzbacher Stadtteil Brefeld. Sie kommen mitten aus dem Wald. Tatsächlich: Es brennt. Und das bereits seit Wochen!

Besorgte Bürger bemerkten schon vor drei Wochen, dass etwas in ihrer direkten Nachbarschaft nicht stimmt. Schwefelgeruch zog in ihre Nasen. Erklären konnte sich dieses eigenartige Phänomen aber niemand.

Rudolf Krumm vom Saar-Büro der RAG-Immobilien-GmbH, ein Tochterunternehmen des Steinkohleförderers, weiß es: Die alte Bergehalde brennt unterirdisch. Ein so genannter Schwelbrand ohne Flammen.

Krumm beschreibt es genauer: Es handelt sich um eine uralte Bergehalde von vor dem Zweiten Weltkrieg (1939 - 1945). Damals kam dort das Gestein hin, das beim Abbau mit der Steinkohle unter Tage ans Tageslicht gefördert worden war. Dieses Gestein nennt sich Berge. Heute werden mit modernster Technik auch geringste Kohlereste aus diesem Schutt herausgeholt. Das war damals nicht möglich. Und genau diese Steinkohlereste kokeln jetzt vor sich hin.

Der Auslöser dafür ist unklar. Brandstiftung ist möglich. Aber auch eine Selbstentzündung. Außerdem rätseln die Experten, in welcher Tiefe Kohle Feuer fing.

Mittlerweile gehört das Gelände dem SaarForst-Landesbetrieb. Der hat das betroffene Gelände gerodet. An der Brandstelle sind Rohre bis zu drei Meter tief in die Erde getrieben worden. Durch die kommt Löschwasser hinunter. Damit soll verhindert werden, dass sich der Brand ausweitet. Ob und wann er gelöscht wird, ist völlig unklar.

Auch wenn das Feuer zurzeit nur unterirdisch wütet, warnt SaarForst-Betriebsleiter Michael Klein: Bloß nicht das Gebiet betreten! Es ist abgesperrt. Der Grund: Die Gefahr ist groß, dass Neugierige in einen glühend heißen Hohlraum einbrechen. Klein: "Es besteht ernsthafte Gefahr für Leib und Leben." Deshalb wird die Bergehalde auch ständig überwacht. szn/hgn

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